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Insider-Wissen 1

Thema: Computer-Viren

Verfasst von Kurt Hartmann, Jänner 2002
Aktualisiert Juli 2005, Okt. 2008, März 2010


Viren (von lat. virus, -i, n. „Gift, Saft, Schleim“) sind infektiöse Partikel, die sich außerhalb von Zellen (extrazellulär) durch Übertragung verbreiten, aber nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle (intrazellulär) vermehren können. Sie selbst bestehen nicht aus einer Zelle. Alle Viren enthalten das Programm (einige auch weitere Hilfskomponenten) zu ihrer Vermehrung und Ausbreitung, besitzen aber weder eine eigenständige Replikation noch einen eigenen Stoffwechsel und sind deshalb auf den Stoffwechsel einer Wirtszelle angewiesen. Daher sind sich Virologen weitgehend darüber einig, dass Viren keine Lebewesen sind – wobei die wissenschaftliche Diskussion noch nicht als abgeschlossen anzusehen ist.
© Wikipedia

 

Wir wollen uns dem leidigen Thema Viren annähern und Sie mit grundlegenden Informationen und Sicherheitshinweisen vertraut machen.
Die folgenden Informationen mögen Ihnen als sehr umfangreich erscheinen - sie sind aber nur ein erster Schritt zum Kennenlernen eines der größten Übel bei der Arbeit mit dem Computer. Einen kompakten Überblick über die verschiedenen Arten von Viren finden Sie im Menü Viren - Definition (neue Seite)!


1. Viren
2. Wie fängt man sich Viren ein?
3. Wie kann ich mich vor Viren schützen
4. Online-Virensuche: Oft die letzte Chance
5. Hoaxes - Viren, die gar keine sind!



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1. Viren

Zunächst einmal: Viren sind out! (2010)!
Aber diese Seite wurde bereits im Jahr 2002 geschrieben, - also soll sie auch weiterhin bestehen, - und so ganz out werden wohl auch Viren nie sein!
Achten Sie aber stattdessen umso mehr auf Würmer und Trojaner, denn diese sind im klassischen Sinn auch Viren, bloß haben sie ganz andere Verhaltensweisen und Schadwirkungen.

Viren sind kleine Programme oder Teile von Programmen, die ein bösartiger Zeitgenosse geschrieben (= programmiert) hat, um dem Rest der Welt Schwierigkeiten zu bereiten. Eine kompakte Zusammenfassung über die verschiedenen Arten von Viren finden Sie in unserer Virendefinition (neue Seite).
Eine Diskussion darüber, welche Gründe manche Menschen dazu bewegen, Viren zu programmieren und in Umlauf zu setzen, ergibt kaum einen Sinn, da diese Gründe äußerst unterschiedlicher Natur sein können; man könnte die Sache ja abtun mit der Bemerkung "Spinner gibt es überall!", - aber der Schaden, der durch Viren angerichtet wird, ist schon derart gewaltig (jährlich mehrere Milliarden Dollar!), dass man schon längst nicht mehr nur von Spinnern, sondern von Kriminellen sprechen muss - aber die gibt es ja bekanntlich auch überall...

Viren brauchen - im Gegensatz zu Würmern - einen Wirt, um ihr Schadpotential in die Praxis umsetzen zu können. Sobald dieses Wirtsprogramm gestartet wird, setzen sie sich im Arbeitsspeicher (RAM) des Computers fest und infizieren in der Folge jedes weitere Programm, welches aufgerufen wird; die Zahl der infizierten Wirtsprogramme steigt also ständig an - und so sorgen die Viren für ihre eigene, oft lawinenartige Verbreitung; das ist auch die Erklärung ihres Namens.
Ihr Computer kann also nur "angesteckt" werden, wenn ein bereits infiziertes Wirtsprogramm auf ihm ausgeführt wird. Es ist dabei unerheblich, wo sich dieses Programm befindet: Das kann sowohl ein Wechseldatenträger (Diskette, USB-Stick, CD-ROM, DVD) als auch (durch Kopieren des Programmes) die eigene Festplatte, aber auch ein weit entfernter Computer, zu dem wir über das Internet Verbindung aufgenommen haben, sein.

Auch das Schadenspotential, das durch Viren verursacht wird, ist höchst unterschiedlich und kann von kleinen (aber trotzdem sehr lästigen!) Scherzchen bis zum völligen Verlust des gesamten Datenbestandes führen.

Zur Zeit (2010) sind mehr als 100.00 Viren bekannt - und monatlich kommen einige hundert dazu! Glücklicherweise finden aber nur sehr wenige von ihnen eine weite Verbreitung. Die eben genannte Zahl gilt allerdings nur für Windows-Systeme; für Linux- und Mac OS (Apple)- basierte Systeme ist diese Zahl beträchtlich kleiner.


Die zur Zeit häufigste Art der Viren, die sogenannten Würmer, sind nicht darauf angewiesen, darauf zu warten, bis ihr Wirtsprogramm aufgerufen wird, sondern sie sind in der Lage, von sich aus aktiv zu werden und neue Systeme zu infizieren. Sie verbreiten sich also nicht nur auf dem eigenen PC, sondern dringen darüber hinaus auch noch in andere Compter ein, beispielsweise in alle jene PC's, deren Besitzer im Adressbuch des E-Mail-Prgrammes (Outlook, Outlook Express, Thunderbird, Apple Mail...) eingetragen sind, sobald die Internet-Verbindung zum Provider hergestellt ist!
(Und das ist für den Absender natürlich peinlich... Allerdings verschleiern die meisten Würmer den wahren Absender, so dass Sie nicht gleich jemanden beschimpfen sollten, wenn Sie von "ihm" einen Virus bekommen - der wahre Absender ist in den meisten Fällen jemand anders, - und auch dieser weiß höchstwahrscheinlich gar nicht, dass er verseuchte Mails verschickt!)

Würmer können sich dann entweder wie Viren in andere Programmdateien einfügen, meist aber legen sie sich selbt als eine neue Datei mit einem unauffälligen Namen an. Mit Vorliebe verwenden sie als Speicherort den Systemordner C:\WINDOWS\system32, der dazu bestens prädestiniert erscheint, da er stets tausende Dateien enthält, zwischen denen man sich bestens "verstecken" kann.

Eine zusätzliche Gemeinheit: Ein- und derselbe Wurm kann sich nicht bloß einmal, sondern gleich mehrfach unter verschiedenen Namen speichern; hat ihn also ein Virenschutzprogramm enttarnt und entfernt, dann tritt gleich darauf eine andere dieser Dateien auf den Plan!
Und das wichtigste: Würmer versuchen, sich in der Windows-Registrierung in die Reihe jener Programme einzutragen, die bei jedem Systemstart ausgeführt werden. Das sind - unter anderen - jene Programme, die in der Taskleiste rechts unten im Bereich der Uhr allmählich auftauchen, wenn der Computer hochfährt.
(Aber erwarten Sie bitte nicht, dass sich dort auch ein Wurm zeigt, der in Ihr System eingedrungen ist... )


Wenn Sie an Ihrem PC also Verhaltensweisen bemerken, die absolut unüblich sind (Programme funktionieren nicht mehr richtig, einzelne Programme oder der ganze PC stürzen häufig ab, eigenartige Meldungen erscheinen am Monitor, Daten sind nicht mehr vorhanden oder können nicht mehr geladen werden, Programm-Updates für Windows oder für das Virenschutzprogramm werden nicht mehr durchgeführt, der PC kann nicht mehr hochgefahren werden usw.), dann liegt der Verdacht nahe, dass ihr System von einem Virus infiziert wurde und es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen, ehe der schon angerichtete Schaden noch größer wird.

Die erste Regel: Verwenden Sie den Computer ab sofort so wenig wie möglich (immer mehr Dateien werden infiziert) und vermeiden Sie nach Möglichkeit auch eine Verbindung mit dem Internet (weitere Ausbreitung der Würmer, aber auch Nachladen weiterer Schadkomponenten auf den PC)!
Ziehen Sie schon bei den ersten Anzeichen einen Experten oder Ihren Guru zu Rate, denn je mehr Dateien verseucht sind, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit, das System noch retten zu können. Je länger Sie tatenlos zuwarten (und darauf hoffen, der Computer würde sich selbst heilen), umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Festplatte vollständig formatiert und das gesamte System neu aufgesetzt werden muss.
Und spätestens dann werden Sie den Wert regelmäßiger Datensicherungen zu schätzen wissen!
Bedenken Sie immer: Das Betriebssystem und die Programme lassen sich jederzeit neu installieren, - aber die Arbeit vieler Tage, Wochen, Monate kann unwiederbringlich verloren sein!

 
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2. Wie fängt man sich Viren ein?

In früheren Zeiten waren es hauptsächlich die vielen kleinen Spiele, die meist von Kindern auf Disketten dahergebracht wurden. Diese enthielten häufig Boot-Viren, eine besonders unangenehme Art von Viren, die bald das Hochfahren des Computers unmöglich machten. Diese Möglichkeit besteht theoretisch auch heute noch!

Wer vorsichtig ist, prüft daher mit einem geeigneten Programm (= Virenscanner, s. u.) jeden fremden Datenträger, ehe er darauf befindliche Dateien oder Programme aufruft. (Nur durch das Einschieben einer Diskette oder Anstecken eines USB-Sticks kann noch nichts passieren!)

Heute ist der allerhäufigste Bösewicht allerdings das E-Mail bzw. die mit einem E-Mail mitgesendeten Beilagen, welche man im Fachausdruck attachments nennt (das sind die mit der Büroklammer, siehe rote Pfeile):

Büroklammern zeigen attachments an

  • Aber auch Programme, die Sie sich vom Internet herunterladen, können mit Viren - vorwiegend mit Trojanern und Spionen - verseucht sein.
  • Eine weitere nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle sind die besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebten Tauschbörsen (Filesharing), in denen Musik, Video, Bilder und Programme getauscht werden (KaZaA, eMule, eDonkey, Shareaza, Morpheus usw.), - und in denen man sich ohnehin immer hart am Rande der Legalität bewegt.
  • Ein weiteres "Lieblingsspielzeug" der Kids, der Chat (IRC = Internet Relay Chat) kann ebenfalls zum Versand bösartiger Software missbraucht werden.
  • Relativ selten kann es auch vorkommen, dass eine CD, die sie kaufen oder die einer Computerzeitschrift beiliegt, virenverseucht ist.

Einige Viren können Ihren Computer auch infizieren, sobald Sie eine Internet-Verbindung herstellen!
Der weit verbreitete "MSBlaster" (auch "W32.Lovesan") aus dem Sommer 2003 und "Sasser", der Anfang Mai 2004 für Schlagzeilen sorgte, sind die bekanntesten Beispiele dafür. Beide stellen für ungeschützte Systeme der Windows-Versionen 2000, XP und Server 2003 auch weiterhin eine große Gefahr dar. (Lesen Sie mehr darüber im Insider-Artikel Neuer PC: Nicht gleich ins Internet.)

Diese Viren nützen Sicherheitslücken im Microsoft Internet Explorer aus. Solche Lücken werden von Microsoft zwar durch so genannte Patches (Reparaturprogramme) geschlossen, - aber da müssen Sie schon selber aktiv werden und Windows regelmäßig über das Internet updaten! (Siehe dazu auch in unseren Tipps & Tricks unter Aktualisieren von Windows!)
Erst seit dem ServicePack 2 von Windows XP ist es möglich, diese Windows-Updates automatisiert ablaufen zu lassen. Im vorangegangenen Link finden Sie auch dazu eine Anleitung.

Eine spezielle Art von Viren, die sogenannten Makro-Viren, befallen hauptsächlich Dateien, die mit den Programmen WORD oder EXCEL erstellt wurden (und die ja praktisch jeder hat!). Wenn Sie das Pech haben, eine solche (verseuchte) Datei auf Ihrem PC zu öffnen, dann "fangen" Sie sich den darin enthaltenen Virus ebenfalls ein!


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3. Wie kann ich mich vor Viren schützen

Der wichtigste Schutz ist ein gutes Virenschutzprogramm (= Virenscanner), welches Sie auf Ihrem Computer installieren und das Sie stets aktualisieren (mindestens wöchentlich)!

Es gibt ungeheuer viele Hersteller von Virenscannern. Einige der bekanntesten finden Sie in unseren Download-Empfehlungen (die Reihenfolge dort stellt keine Wertung dar!).
Ein guter Virenscanner kostet in etwa 40 bis 70 EURO (Stand September 2004) und berechtigt Sie, ein Jahr lang alle neuen Virenkennungen gratis aus dem Internet herunterzuladen. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr kostet so an die 30 bis 40 EURO.

Sie können diese Programme in jedem Computergeschäft oder auf den Homepages der Hersteller (mittels Kreditkarte) kaufen. Einige Hersteller bieten auch eine zeitlich begrenzte Testversion (meist 15 - 30 Tage) als Download an.

Einige Programme gibt es sogar gratis - und auch diese sind durchaus empfehlenswert! Sie finden Sie ebenfalls bei den Virenschutzprogrammen in unseren soeben erwähnten Download-Empfehlungen.

Welchen Virenscanner Sie auch immer verwenden, - beachten Sie folgende Regeln:

  1. Verwenden Sie nicht mehr als einen Virenscanner! Oder besser gesagt: Es soll immer nur ein Scanner als Hintergrund-Wächter aktiv sein. Ansonsten könnten sich die beiden in die Quere kommen und Falschmeldungen produzieren; im schlimmsten Fall könnte es sogar zu Systeminstabiltät und zu Abstürzen kommen.
    Deinstallieren Sie also einen schon vorhandenen Scanner, ehe Sie auf einen anderen umsteigen; das gilt natürlich nicht für Updates.
  2. Aktualisieren Sie Ihren Virenscanner wöchentlich über das Internet! Updaten nennt man eine solche Aktualisierung, und sie ist - wie oben schon erwähnt - für ein Jahr im Kauf des Virenscanners inbegriffen (außer ihre online-Zeiten)!
    Neuere Scanner erledigen das übrigens automatisch, sobald eine Internetverbindung besteht.
  3. Führen Sie mit dem Scanner regelmäßig aktive Tests durch. Praktisch jeder Scanner arbeitet zwar permanent im Hintergrund und prüft ständig alle Programme und Daten, aber dieses Hintergrund-Modul ist bei manchen Virenschutz-Programmen nicht so verlässlich, wie eine aktive Überprüfung (der Programmablauf würde sonst zu sehr verlangsamt)!

Sollten Sie an einem schon etwas betagteren PC arbeiten, dessen Taktfrequenz unter einem GigaHertz liegt, empfiehlt es sich, eher einen der Gratis-Scanner zu verwenden, da die "Großen" (Norton, McAfee, Kaspersky...) sonst das System zu sehr herunterbremsen.



Glauben Sie aber ja nicht, durch die Installation eines solchen Virenschutz-Programmes auf Ihrem Computer seien Sie nun vor einem Virenbefall absolut sicher. Weit gefehlt!

Da täglich neue Viren in Umlauf gesetzt werden, können diese auch am besten und teuersten Virenschutzprogramm unbemerkt vorbeigeschleust werden!

Wir sprachen vorher von den Beilagen oder attachments bei E-Mails.

Solche attachments sind prinzipiell höchst gefährlich, selbst dann, wenn das E-Mail von einem guten Bekannten kommt; denn der Betreffende könnte selbst einen Virus eingefangen haben und ihn nun ohne sein Wissen und Wollen (hoffentlich!!) per E-Mail weiter verbreiten. Außerdem fälschen die Viren meist auch den Absender. Beschuldigen Sie also niemals voreilig eine Person X, Ihnen einen Virus geschickt zu haben, denn es ist durchaus wahrscheinlich, dass das verseuchte Mail von einer Person Y kommt (die Ihnen gar nicht bekannt sein muss), in deren Adressbuch X aber gespeichert ist.

Die drei wichtigsten Schutzmaßnahmen sind daher VORSICHT, VORSICHT und VORSICHT!

Das alleinige Vorhandensein eines attachments stellt im Normalfall (!) noch keine Gefahr dar; erst wenn man die große Büroklammer in der Mitte anklickt und die Beilage dann durch einen weiteren Klick öffnet, beginnt der Virus sein zerstörerisches Werk: Sofort nistet er sich im Arbeitsspeicher ein, und durch entsprechende Einträge in der Windows-Registrierung (die für die meisten Computer-Anwender sowieso ein spanisches Dorf ist!) sorgt er dafür, dass er zukünftig bei jedem Hochfahren des Computers erneut in den Arbeitsspeicher geladen wird.

Achtung: Alarmstufe rot!

Mit einem Klick auf eine Beilage (roter Pfeil) wird diese geöffnet, in neueren Windows-Versionen erscheint jedoch vorher meist noch eine Sicherheitsabfrage; - und sollte diese Beilage eine (oder mehrere!) schädliche(n) Komponente(n) enthalten, wird (werden) diese nun installiert! Zweifelhafte Beilagen sollten Sie daher keinesfalls öffnen, sondern diese zunächst speichern (blauer Pfeil) und dann mit einem Virenscanner prüfen!
Ein guter Virenscanner wird allerdings bereits beim Abrufen der Mails das Vorhandensein eines Virus erkennen!


Im Prinzip sind alle Arten von beigefügten Dateien potentielle Virenträger, aber vor einigen sei besonders eindringlich gewarnt:
Öffnen sie keine attachments mit den Endungen

  • *.bat
  • *.com
  • *.exe
  • *.lnk
  • *.pif
  • *.scr
  • *.vbs
  • *.zip
  • oder Dateien mit Doppelendungen, beispielsweise
  • *.jpg.zip oder *.vbs.txt,

sondern löschen sie solche Mails sofort und entfernen sie diese auch gleich aus dem Ordner Gelöschte Dateien. Am besten verständigen Sie alle Ihre "Mit-Mailer" von der Tatsache, dass sie solche attachments prinzipiell nicht akzeptieren und es daher keinen Sinn hat, Ihnen solche zu schicken!

Der Vollständigkeit halber werden hier noch eine Reihe von Dateiendungen aufgezählt, die ebenfalls ausführbaren Programmcode enthalten können und die daher potentiell gefährlich sind:

*.asf
*.crt
*.hta
*.isp
*.mdb
*.mst
*.ppt *.url *.wsc
*.bas
*.doc
*.htm
*.jar
*.mde
*.nws
*.reg
*.vb
*.wsf
*.chm
*.eml
*.html
*.js
*.msc
*.pdf
*.scf
*.vbe
*.wsh
*.cmd
*.folder
*.inf
*.jse
*.msi
*.pl
*.sct
*.vcd
*.xls
*.cpl
*.hlp
*.ins
*.jsp
*.msp
*.pps
*.shs
*.ws
*.xlt

*.exe - Dateien sind ausführbare Programm-Dateien (executable). Sollte Ihnen ein Bekannter also wirklich einmal ein Programm per E-Mail schicken wollen, dann sollten Sie sich unbedingt vorher telefonisch absprechen!

Auf die zahlreichen Spaß- und Scherz-Programme, die im Umlauf sind, können Sie aber ruhig verzichten. Selbst die telefonische Versicherung "Aber dieses Programmerl ist ja sooo lustig, und ich hab's ja auch aufgemacht, und bei mir ist gar nichts passiert!" bietet keinerlei Sicherheit, denn viele Viren beginnen ihre zerstörerische Tätigkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt (der 2004 weit verbreitete Wurm Klez zum Beispiel am 13. jedes Monats)!

Leider haben neuere Windows-Versionen die Unart, zahlreiche Datei-Endungen überhaupt nicht mehr anzuzeigen, so dass Ihre Alarmglocken stumm bleiben, wenn Sie die Namen der attachments ansehen: es sind ganz einfach keine da! In diesem Falle sollten Sie Windows schleunigst dazu bringen, alle Datei-Endungen anzuzeigen! Wie das geht, lesen Sie bei unseren Tipps & Tricks zum Windows Explorer.

Seien Sie auch besonders vorsichtig,

  • wenn Sie Mails von Unbekannten erhalten,
  • wenn die Betreff- (= subject-) Zeile und/oder der Inhalt in einer fremden Sprache (meist Englisch) geschrieben ist und
  • wenn das Mail gar keinen Text, sondern nur die berühmte Beilage enthält!

Wenn Sie beispielsweise ein Mail von einem "Bekannten" bekommen und dieser schreibt Ihnen auf einmal in Englisch, was er nie zuvor getan hat, und Sie machen das beigelegte attachment auf (ist eben ein "guter Bekannter"), dann ist Ihnen wohl nicht zu helfen, denn Sie missachten die minimalsten Vorsichtsmaßnahmen!



Niemand ist vor einem Virenbefall sicher. Nach der Regel VORSICHT! VORSICHT! VORSICHT! gilt daher als nächstes die Regel SICHERN! SICHERN! SICHERN!

Sichern Sie in regelmäßigen Abständen alle Arbeiten, die Sie gemacht haben und die für Sie von Wichtigkeit sind!

In unserem 12. Insider-Artikel Datensicherung finden Sie detaillierte Informationen zu diesem Thema.



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4. Online-Virensuche: Oft die letzte Chance

Sie hatten kein Virenschutzprogramm installiert und Ihr PC wurde von einem oder mehreren Viren befallen?
Oder sie glaubten sich zwar geschützt, aber ein Virus hat es trotzdem geschafft, sich am Virenscanner vorbeizuschleichen?

In diesen Fällen ist es oft nicht mehr möglich, ein Virenschutzprogramm herunterzuladen und zu installieren oder einen vorhandenen Virenwächter upzudaten,- der verflixte Virus verhindert dies erfolgreich!
Formatieren der Festplatte und Neu aufsetzen des Systems scheinen unausweichlich.

Doch falls der Internetzugang noch funktioniert, gibt es noch einen letzten Rettungsanker, - die Online-Virensuche.
Alles Nähere dazu lesen Sie auf auf unserer Seite Viren-Onlinecheck (neue Seite).
Sollten Sie bei solch einer Onlinesuche feststellen, dass das System sehr verseucht ist (zig Dateien sind befallen), dann raten wir Ihnen, alle Dateien zu retten, die noch irgendwie zu retten sind, und den Computer dann trotzdem neu aufzusetzen, denn die Weiterarbeit an einem derart kompromittierten System führt höchstwahrscheinlich bald zu neuen massiven Problemen!

 

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5. Hoaxes - Viren, die gar keine sind!

Zum Abschluss noch ein Hinweis auf die weit verbreiteten "Viren", die es in Wirklichkeit gar nicht gibt:

Sie erhalten von einem guten Bekannten ein sehr aufgeregtes Mail mit der Warnung vor einem Virus, der mit einem E-Mail in Umlauf sein soll und Furchtbares auf Ihrem Computer anrichten wird (meist das vollständige Löschen der Festplatte). Und dieses Mail müssten Sie - so Sie es erhalten - unbedingt sofort löschen!
- Keine Sorge: Dieses Mail kommt nie an, da es gar nicht existiert!

Wir haben es hier mit einem typischen Hoax zu tun. Irgendjemand setzt dieses Mail in Umlauf und fordert den Empfänger auf, es unbedingt und sofort an alle seine Freunde und Bekannten weiterzuleiten. Und da das getan wird, vermehren sich solche Hoaxes mit lawinenartiger Geschwindigkeit.

Erkennungsmöglichkeiten:

  • Die Aufforderung, das Mail an alle seine Freunde weiterzuleiten.
  • Der Hinweis, dass aus Kreisen berühmter Firmen (Microsoft, Norton...) die Gefährlichkeit des Virus bestätigt wurde.
  • Zahlreiche Spitzpfeile vor den Zeilen (>>>), die anzeigen, dass das Mail schon x-mal weitergeleitet wurde.
  • Eine riesige Verteilerliste in der Mittelteilung des rechten Fensters im E-Mail-Programm.

Eine andere, gar nicht so seltene Art von Hoaxes sind die "Tränendrüsen-Drücker":
In diesen Mails wird von einem Menschen (meist einem Kind) berichtet, dem das Schicksal furchtbar übel mitgespielt hat (todkrank ist das Mindeste) und für den man irgend etwas tun sollte, ihm eine Karte oder ein E-Mail schicken, für ihn beten oder sonst was. Auf alle Fälle soll man das betreffende Mail wieder an alle Bekannten weiterschicken - nach dem altbekannten Muster.
Schicken Sie ja keine Karten oder gar Mails: der Arme würde total zugemüllt!  smiley_zugeschuttet
(- Ob Sie beten wollen, das überlassen wir natürlich Ihnen...)


Solche Hoaxes erscheinen auf den ersten Blick harmlos, da sie keine Schadensfunktion beinhalten. Doch halt: Was ist mit der vergeudeten Arbeitszeit von Millionen Menschen? Und mit den Millionen sinnloser E-Mails, die aufgeregt auf die Reise geschickt werden, Kosten verursachen und die ohnehin überlasteten Datenleitungen noch zusätzlich blockieren?

Doch es kommt noch schlimmer:
Manche Hoaxes behaupten, eine Datei würde zum baldigen Supergau führen und man solle nachsehen, ob man diese Datei schon auf seinem PC habe; wenn ja, müsse man sie SOFORT löschen - inklusive genauer Anleitung zum Auffinden und Löschen.

  • Sie schauen nach, finden - und löschen .
  • Und beim nächsten Hochfahren bleibt das ganze System stecken, Windows kann nicht mehr geladen werden, da Sie selbst eine wichtige Systemdatei gelöscht haben!

Tja, - auch das gibt es: Man ist reingefallen und hat sich selbst abgestochen (nein - doch "nur" seinen Computer)!

Verfallen Sie nicht in Panik, wenn solch ein Hoax bei Ihnen eintrudelt, tun sie nichts von all dem, was da von Ihnen verlangt wird, und schicken Sie diesen Blödsinn auf keinen Fall weiter!!! Einfach löschen!
Sollten Sie doch Zweifel haben, dann schauen Sie bei der Technischen Universität Berlin nach, wo eine sehr gute Seite zu diesem Thema eingerichtet ist, die auch ständig aktualisiert wird.
Aber auch über tatsächliche Viren, die zur Zeit im Umlauf sind, wird man hier umfassend informiert.

 
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar!

Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich!
Haben Sie Anregungen für weitere Themen? Nur zu: Rufen Sie unser Gästebuch auf und reden Sie mit!

Haben Sie Probleme oder brauchen Sie weiterführende Informationen? Schicken Sie ein Mail oder rufen Sie an, - in den meisten Fällen können wir helfen!

Öffnungszeiten, Telefonnummern und dergleichen finden Sie im Impressum unserer Seite!

Ihr Telewerkstatt-Team

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