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Insider-Wissen 1 Thema: Computer-Viren |
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| Wir wollen uns dem leidigen Thema Viren annähern und Sie mit grundlegenden Informationen und Sicherheitshinweisen vertraut machen. Die folgenden Informationen mögen Ihnen als sehr umfangreich erscheinen - sie sind aber nur ein erster Schritt zum Kennenlernen eines der größten Übel bei der Arbeit mit dem Computer. Einen kompakten Überblick über die verschiedenen Arten von Viren finden Sie im Menü Viren - Definition (neue Seite)! |
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1. Viren |
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1. Viren Zunächst einmal: Viren sind out! (2010)! Viren sind kleine Programme oder Teile von Programmen, die ein bösartiger Zeitgenosse geschrieben (= programmiert) hat, um dem Rest der Welt Schwierigkeiten zu bereiten. Eine kompakte Zusammenfassung über die verschiedenen Arten von Viren finden Sie in unserer Virendefinition (neue Seite). Viren brauchen - im Gegensatz zu Würmern - einen Wirt, um ihr Schadpotential in die Praxis umsetzen zu können. Sobald dieses Wirtsprogramm gestartet wird, setzen sie sich im Arbeitsspeicher (RAM) des Computers fest und infizieren in der Folge jedes weitere Programm, welches aufgerufen wird; die Zahl der infizierten Wirtsprogramme steigt also ständig an - und so sorgen die Viren für ihre eigene, oft lawinenartige Verbreitung; das ist auch die Erklärung ihres Namens. Auch das Schadenspotential, das durch Viren verursacht wird, ist höchst unterschiedlich und kann von kleinen (aber trotzdem sehr lästigen!) Scherzchen bis zum völligen Verlust des gesamten Datenbestandes führen. Zur Zeit (2010) sind mehr als 100.00 Viren bekannt - und monatlich kommen einige hundert dazu! Glücklicherweise finden aber nur sehr wenige von ihnen eine weite Verbreitung. Die eben genannte Zahl gilt allerdings nur für Windows-Systeme; für Linux- und Mac OS (Apple)- basierte Systeme ist diese Zahl beträchtlich kleiner. Die zur Zeit häufigste Art der Viren, die sogenannten Würmer, sind nicht darauf angewiesen, darauf zu warten, bis ihr Wirtsprogramm aufgerufen wird, sondern sie sind in der Lage, von sich aus aktiv zu werden und neue Systeme zu infizieren. Sie verbreiten sich also nicht nur auf dem eigenen PC, sondern dringen darüber hinaus auch noch in andere Compter ein, beispielsweise in alle jene PC's, deren Besitzer im Adressbuch des E-Mail-Prgrammes (Outlook, Outlook Express, Thunderbird, Apple Mail...) eingetragen sind, sobald die Internet-Verbindung zum Provider hergestellt ist! Würmer können sich dann entweder wie Viren in andere Programmdateien einfügen, meist aber legen sie sich selbt als eine neue Datei mit einem unauffälligen Namen an. Mit Vorliebe verwenden sie als Speicherort den Systemordner C:\WINDOWS\system32, der dazu bestens prädestiniert erscheint, da er stets tausende Dateien enthält, zwischen denen man sich bestens "verstecken" kann. Eine zusätzliche Gemeinheit: Ein- und derselbe Wurm kann sich nicht bloß einmal, sondern gleich mehrfach unter verschiedenen Namen speichern; hat ihn also ein Virenschutzprogramm enttarnt und entfernt, dann tritt gleich darauf eine andere dieser Dateien auf den Plan! Wenn Sie an Ihrem PC also Verhaltensweisen bemerken, die absolut unüblich sind (Programme funktionieren nicht mehr richtig, einzelne Programme oder der ganze PC stürzen häufig ab, eigenartige Meldungen erscheinen am Monitor, Daten sind nicht mehr vorhanden oder können nicht mehr geladen werden, Programm-Updates für Windows oder für das Virenschutzprogramm werden nicht mehr durchgeführt, der PC kann nicht mehr hochgefahren werden usw.), dann liegt der Verdacht nahe, dass ihr System von einem Virus infiziert wurde und es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen, ehe der schon angerichtete Schaden noch größer wird. Die erste Regel: Verwenden Sie den Computer ab sofort so wenig wie möglich (immer mehr Dateien werden infiziert) und vermeiden Sie nach Möglichkeit auch eine Verbindung mit dem Internet (weitere Ausbreitung der Würmer, aber auch Nachladen weiterer Schadkomponenten auf den PC)! |
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2. Wie fängt man sich Viren ein? In früheren Zeiten waren es hauptsächlich die vielen kleinen Spiele, die meist von Kindern auf Disketten dahergebracht wurden. Diese enthielten häufig Boot-Viren, eine besonders unangenehme Art von Viren, die bald das Hochfahren des Computers unmöglich machten. Diese Möglichkeit besteht theoretisch auch heute noch! Wer vorsichtig ist, prüft daher mit einem geeigneten Programm (= Virenscanner, s. u.) jeden fremden Datenträger, ehe er darauf befindliche Dateien oder Programme aufruft. (Nur durch das Einschieben einer Diskette oder Anstecken eines USB-Sticks kann noch nichts passieren!) Heute ist der allerhäufigste Bösewicht allerdings das E-Mail bzw. die mit einem E-Mail mitgesendeten Beilagen, welche man im Fachausdruck attachments nennt (das sind die mit der Büroklammer, siehe rote Pfeile):
Einige Viren können Ihren Computer auch infizieren, sobald Sie eine Internet-Verbindung herstellen! Diese Viren nützen Sicherheitslücken im Microsoft Internet Explorer aus. Solche Lücken werden von Microsoft zwar durch so genannte Patches (Reparaturprogramme) geschlossen, - aber da müssen Sie schon selber aktiv werden und Windows regelmäßig über das Internet updaten! (Siehe dazu auch in unseren Tipps & Tricks unter Aktualisieren von Windows!) Eine spezielle Art von Viren, die sogenannten Makro-Viren, befallen hauptsächlich Dateien, die mit den Programmen WORD oder EXCEL erstellt wurden (und die ja praktisch jeder hat!). Wenn Sie das Pech haben, eine solche (verseuchte) Datei auf Ihrem PC zu öffnen, dann "fangen" Sie sich den darin enthaltenen Virus ebenfalls ein! |
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| 3. Wie kann ich mich vor Viren schützen Der wichtigste Schutz ist ein gutes Virenschutzprogramm (= Virenscanner), welches Sie auf Ihrem Computer installieren und das Sie stets aktualisieren (mindestens wöchentlich)! Es gibt ungeheuer viele Hersteller von Virenscannern. Einige der bekanntesten finden Sie in unseren Download-Empfehlungen (die Reihenfolge dort stellt keine Wertung dar!). Sie können diese Programme in jedem Computergeschäft oder auf den Homepages der Hersteller (mittels Kreditkarte) kaufen. Einige Hersteller bieten auch eine zeitlich begrenzte Testversion (meist 15 - 30 Tage) als Download an. Einige Programme gibt es sogar gratis - und auch diese sind durchaus empfehlenswert! Sie finden Sie ebenfalls bei den Virenschutzprogrammen in unseren soeben erwähnten Download-Empfehlungen. Welchen Virenscanner Sie auch immer verwenden, - beachten Sie folgende Regeln:
Sollten Sie an einem schon etwas betagteren PC arbeiten, dessen Taktfrequenz unter einem GigaHertz liegt, empfiehlt es sich, eher einen der Gratis-Scanner zu verwenden, da die "Großen" (Norton, McAfee, Kaspersky...) sonst das System zu sehr herunterbremsen. Glauben Sie aber ja nicht, durch die Installation eines solchen Virenschutz-Programmes auf Ihrem Computer seien Sie nun vor einem Virenbefall absolut sicher. Weit gefehlt! Da täglich neue Viren in Umlauf gesetzt werden, können diese auch am besten und teuersten Virenschutzprogramm unbemerkt vorbeigeschleust werden! Wir sprachen vorher von den Beilagen oder attachments bei E-Mails. Solche attachments sind prinzipiell höchst gefährlich, selbst dann, wenn das E-Mail von einem guten Bekannten kommt; denn der Betreffende könnte selbst einen Virus eingefangen haben und ihn nun ohne sein Wissen und Wollen (hoffentlich!!) per E-Mail weiter verbreiten. Außerdem fälschen die Viren meist auch den Absender. Beschuldigen Sie also niemals voreilig eine Person X, Ihnen einen Virus geschickt zu haben, denn es ist durchaus wahrscheinlich, dass das verseuchte Mail von einer Person Y kommt (die Ihnen gar nicht bekannt sein muss), in deren Adressbuch X aber gespeichert ist.
Das alleinige Vorhandensein eines attachments stellt im Normalfall (!) noch keine Gefahr dar; erst wenn man die große Büroklammer in der Mitte anklickt und die Beilage dann durch einen weiteren Klick öffnet, beginnt der Virus sein zerstörerisches Werk: Sofort nistet er sich im Arbeitsspeicher ein, und durch entsprechende Einträge in der Windows-Registrierung (die für die meisten Computer-Anwender sowieso ein spanisches Dorf ist!) sorgt er dafür, dass er zukünftig bei jedem Hochfahren des Computers erneut in den Arbeitsspeicher geladen wird.
Mit einem Klick auf eine Beilage (roter Pfeil) wird diese geöffnet, in neueren Windows-Versionen erscheint jedoch vorher meist noch eine Sicherheitsabfrage; - und sollte diese Beilage eine (oder mehrere!) schädliche(n) Komponente(n) enthalten, wird (werden) diese nun installiert! Zweifelhafte Beilagen sollten Sie daher keinesfalls öffnen, sondern diese zunächst speichern (blauer Pfeil) und dann mit einem Virenscanner prüfen! Im Prinzip sind alle Arten von beigefügten Dateien potentielle Virenträger, aber vor einigen sei besonders eindringlich gewarnt:
sondern löschen sie solche Mails sofort und entfernen sie diese auch gleich aus dem Ordner Gelöschte Dateien. Am besten verständigen Sie alle Ihre "Mit-Mailer" von der Tatsache, dass sie solche attachments prinzipiell nicht akzeptieren und es daher keinen Sinn hat, Ihnen solche zu schicken! Der Vollständigkeit halber werden hier noch eine Reihe von Dateiendungen aufgezählt, die ebenfalls ausführbaren Programmcode enthalten können und die daher potentiell gefährlich sind:
*.exe - Dateien sind ausführbare Programm-Dateien (executable). Sollte Ihnen ein Bekannter also wirklich einmal ein Programm per E-Mail schicken wollen, dann sollten Sie sich unbedingt vorher telefonisch absprechen! Auf die zahlreichen Spaß- und Scherz-Programme, die im Umlauf sind, können Sie aber ruhig verzichten. Selbst die telefonische Versicherung "Aber dieses Programmerl ist ja sooo lustig, und ich hab's ja auch aufgemacht, und bei mir ist gar nichts passiert!" bietet keinerlei Sicherheit, denn viele Viren beginnen ihre zerstörerische Tätigkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt (der 2004 weit verbreitete Wurm Klez zum Beispiel am 13. jedes Monats)!
Seien Sie auch besonders vorsichtig,
Wenn Sie beispielsweise ein Mail von einem "Bekannten" bekommen und dieser schreibt Ihnen auf einmal in Englisch, was er nie zuvor getan hat, und Sie machen das beigelegte attachment auf (ist eben ein "guter Bekannter"), dann ist Ihnen wohl nicht zu helfen, denn Sie missachten die minimalsten Vorsichtsmaßnahmen!
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4. Online-Virensuche: Oft die letzte Chance Sie hatten kein Virenschutzprogramm installiert und Ihr PC wurde von einem oder mehreren Viren befallen? In diesen Fällen ist es oft nicht mehr möglich, ein Virenschutzprogramm herunterzuladen und zu installieren oder einen vorhandenen Virenwächter upzudaten,- der verflixte Virus verhindert dies erfolgreich! Doch falls der Internetzugang noch funktioniert, gibt es noch einen letzten Rettungsanker, - die Online-Virensuche. |
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| 5. Hoaxes - Viren, die gar keine sind! Zum Abschluss noch ein Hinweis auf die weit verbreiteten "Viren", die es in Wirklichkeit gar nicht gibt: Sie erhalten von einem guten Bekannten ein sehr aufgeregtes Mail mit der Warnung vor einem Virus, der mit einem E-Mail in Umlauf sein soll und Furchtbares auf Ihrem Computer anrichten wird (meist das vollständige Löschen der Festplatte). Und dieses Mail müssten Sie - so Sie es erhalten - unbedingt sofort löschen! Wir haben es hier mit einem typischen Hoax zu tun. Irgendjemand setzt dieses Mail in Umlauf und fordert den Empfänger auf, es unbedingt und sofort an alle seine Freunde und Bekannten weiterzuleiten. Und da das getan wird, vermehren sich solche Hoaxes mit lawinenartiger Geschwindigkeit. Erkennungsmöglichkeiten:
Eine andere, gar nicht so seltene Art von Hoaxes sind die "Tränendrüsen-Drücker": Solche Hoaxes erscheinen auf den ersten Blick harmlos, da sie keine Schadensfunktion beinhalten. Doch halt: Was ist mit der vergeudeten Arbeitszeit von Millionen Menschen? Und mit den Millionen sinnloser E-Mails, die aufgeregt auf die Reise geschickt werden, Kosten verursachen und die ohnehin überlasteten Datenleitungen noch zusätzlich blockieren? Doch es kommt noch schlimmer:
Tja, - auch das gibt es: Man ist reingefallen und hat sich selbst abgestochen (nein - doch "nur" seinen Computer)! Verfallen Sie nicht in Panik, wenn solch ein Hoax bei Ihnen eintrudelt, tun sie nichts von all dem, was da von Ihnen verlangt wird, und schicken Sie diesen Blödsinn auf keinen Fall weiter!!! Einfach löschen! |
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben. Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich! Öffnungszeiten, Telefonnummern und dergleichen finden Sie im Impressum unserer Seite! Ihr Telewerkstatt-Team |
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