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Dateien blitzschnell finden mit Everything

Zuletzt aktualisiert 05. 12. 2010

Immer wieder kommt es vor, dass man eine bereits abgespeicherte Datei auf seinem eigenen Computer nicht mehr findet. Dann tritt meist die Windows-eigene Suchen-Funktion (> Start > Suchen) in Aktion.
Zugegeben: Besser als nichts.
Aber wenn Sie einmal mit Everything nach Ihren Dateien gesucht haben, dann werden Sie die Windows-eigene Suche ganz schnell vergessen, denn Everything ist ein Überschall-Jet - und die Windows-Suche dagegen eine lahme Ente!
Was das Programm noch sympathischer macht: Es ist kostenlos und "spricht" Deutsch.


1. Download und Installation
2. Dateien mit Everything suchen
3. Dateien mit Everything verwalten
 
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1. Download und Installation

Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis, ehe Sie weiterlesen:

Everything kommt nur mit NTFS-formatierten Festplatten zurecht, es läuft also nicht auf älteren, FAT-formatierten Laufwerken, also unter den Betriebssystemen Windows 95, 98 und Millenium Edition (ME). Computer mit den Betriebssystemen Windows Vista und Windows 7 sind mit Sicherheit NTFS-formatiert.
Unter Windows XP finden Sie das Dateisystem am einfachsten heraus, indem Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Rechter Mausklick auf > Start, weiter auf > Explorer.
  • Im linken Explorer-Fenster von unten nach oben auf jedes Minuszeichen klicken, bis die Festplatte (C:) sichtbar wird, diese kann einen Namen haben oder auch nur Lokaler Datenträger heißen.
    (Dasselbe gilt natürlich auch für eventuell vorhandene weitere Festplatten bzw. Partitionen.)
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zeile, in der Sie dieses (C:) entdeckt haben (wird blau markiert) und wählen Sie dann im Kontextmenü ganz unten Eigenschaften.
  • Im oberen Bereich des Eigenschaften-Fensters sehen Sie nun, mit welchem Dateisystem die Festplatte formatiert ist:
  • FAT-formatierte Laufwerke können mit dem Convert-Befehl ohne Datenverluste in das NTFS-Dateisystem konvertiert werden. Eine genaue Anleitung dafür finden Sie in unserem Insider-Artikel Nr. 15 (neues Fenster).

Everything läuft unteren folgenden Windows-Versionen:
NT 4.0, 2000, XP, 2003 Server, Vista, 2008 Server und Windows 7.


Die Installationsdatei Everything-1.2.1.371.exe ist nur knapp 340 kB "groß" und daher auf der Downloadseite von voidtools oder von der PC-Welt schnell heruntergeladen. Speichern Sie die Installationsdatei in einem Ordner Ihrer Wahl. Laden Sie danach auch gleich das Sprachpaket Everything.lng.exe (das lng steht für language = Sprache) herunter und speichern es im selben Download-Ordner, damit das Programm später mit Ihnen Deutsch "spricht"!

Setzen Sie nun auf die Installationsdatei Everything-1.2.1.371.exe einen Doppelklick. Der Installations-Assistent "spricht" noch Englisch, klicken Sie zweimal auf Next, dann auf Install und zuletzt auf Finish. Das geht alles blitzschnell, und schon startet das Programm und beginnt, alle Festplatten zu indizieren. Auch damit ist das Programm unglaublich schnell fertig: Mehrere hunderttausend Dateien werden in weniger als einer Minute indiziert und alphabetisch aufgelistet!

Schließen Sie jetzt das Programmfenster und setzen Sie einen Doppelklick auf das zweite zuvor heruntergeladene Sprachpaket Everything.lng.exe. Sie sehen, dass der Programmordner C:\Programme\Everything selbständig gefunden wird, klicken Sie daher gleich wieder auf Install und dann auf Finish.
Wieder öffnet sich das Programm. Wie Sie sehen, ist die Menüführung schon deutsch. (Die passende Sprache wird anhand der Sprache des Betriebssystems ausgewählt.) Das vor dem eigentlichen Programmfenster stehende Optionen-Fenster schließen wir vorläufig, - wir kommen gleich darauf zurück.

Achtung: Bei einer Installation unter Windows Vista sowie unter Windows 7 funktionierte die automatische Sprachenerkennung allerdings nicht. Sollte es Ihnen auch so ergehen, dann klicken Sie auf das Menü Tools und dann auf Options. Ganz oben finden Sie die Zeile Language, und dort steht entweder System Default oder English oder beides. Klicken Sie auf den kleinen Listenpfeil daneben und wählen Sie aus der alphabetischen Liste Deutsch. Klicken Sie abschließend rechts unten auf Apply. Das Programm verschwindet nun für einige Augenblicke, und wenn es wieder auftaucht, hat es bereits Deutsch gelernt. (Sollte das Fenster nicht wieder erscheinen, dann achten Sie auf die Taskleiste, dort sollte der Task in oranger Farbe eingetragen sein: Einfach einmal drauf klicken!)

Nun klicken Sie auf > Werkzeuge > Optionen. Aktivieren Sie in der Registerkarte Ansicht die Optionen Zeile unter Mauszeiger farblich hervorheben und Suchbegriffe in der Ergebnisliste hervorheben, dann können Sie dieses Fenster mit OK wieder schließen.
Jetzt noch eine letzte kleine Änderung: Klicken Sie auf den Menüpunkt Suchen und dort auf die Zeile Pfad muss übereinstimmen. Das war's schon!

Ab nun verfolgt Everything alle Änderungen auf allen Laufwerken und nimmt diese augenblicklich in seinen Index auf.
In der Task-Leiste im Bereich der Uhr finden Sie jetzt (und in Zukunft) das Everything - Symbol, - eine weiße Lupe auf blauem Grund, auch wenn Sie das Programm wieder schließen:

Das Programm wird ab nun bei jedem Windows-Start geladen. Aber keine Angst: Es beansprucht nur sehr wenig Systemressourcen!




2. Dateien mit Everything suchen

Sie klicken mit der rechten Maustaste auf das kleine Lupensymbol im Bereich der Uhr und dann ganz oben auf Neues Suchfenster. Das Everything-Fenster wird geöffnet und zeigt Ihnen alle auf Ihrem Computer gespeicherten Dateien in alphabetischer Reihenfolge an. Die Zahl dieser Dateien wird ganz unten in der Statusleiste angezeigt.
(Die Größe des Fensters können Sie selbstverständlich nach Belieben verändern.)

Um eine bestimmte Datei oder einen Ordner zu suchen, klicken Sie ganz oben in die leere Eingabezeile unter dem Menü und tippen dort den Namen der gesuchten Datei (des gesuchten Ordners) oder Teile dieses Namens ein (Sie können alles klein schreiben!). Mit jedem Buchstaben, den Sie eingeben, verringert sich die Zahl der unten angezeigten Dateien. Je genauer Sie sich an den Datei- bzw. Ordnernamen erinnern, desto kleiner (und genauer!) wird auch das Suchergebnis. Das alles erfolgt mit unglaublicher Geschwindigkeit!

Suchbegriff: goisern (roter Pfeil)

Jene Dateien, in denen der Suchbegriff vorkommt, werden in der Spalte Name angezeigt (oranger Balken).
Es gibt keinen Ordner, der den Suchbegriff enthält (Spalte Pfad, grüner Balken).


Suchbegriff: image (roter Pfeil)

Es werden zwar Ordner gefunden, die den Suchbegriff enthalten (Spalte Pfad, grüner Balken), jedoch keine Dateien (Spalte Name, oranger Balken).


Aber in vielen Fällen werden Sie den Suchbegriff (hier mp3) sowohl bei der Liste der Dateien als auch im Namen eines Pfades finden:



Sortieroptionen

Name:
Die alphabetische Sortierung nach Namen ist voreingestellt. Klicken Sie einmal auf die Spaltenüberschrift Name, und die Reihenfolge wird umgedreht. (Achten Sie immer darauf, wo sich die Bildlaufleiste am rechten Fensterrand gerade befindet und ziehen Sie diese bei Bedarf ganz hinauf!)

Pfad:
Diese Sortierung ist besonders dann von Bedeutung, wenn Sie über mehrere Laufwerke (partitionierte Festplatte, mehrere Festplatten, externe Festplatte) verfügen. Auch hier können Sie mit einem weiteren Klick auf Pfad die Sortierreihenfolge umdrehen.

Größe:
Die Größe von Ordnern wird - wie übrigens auch im Windows Explorer - nicht angezeigt.

Zeit:
Eine ganz wichtige Sortiermöglichkeit für den Fall, dass Sie wenigstens ungefähr wissen, wann die gesuchte Datei abgespeichert wurde. Beim ersten Klick auf Geändert am sehen Sie zunächst die ältesten Dateien ganz oben, erst ein weiterer Klick auf diese Spaltenüberschrift befördert die zuletzt gespeicherten (oder geänderten) Dateien an die Spitze der Suchergebnisse.


Wildcards

Sie können auch bei Everything die bekannten Wildcards * und ? (auch Joker genannt) in gewohnter Weise als Platzhalter einsetzen:

Der Stern (Asterisk) * ersetzt eine beliebige Zahl an Zeichen (Buchstaben oder Zahlen).
Beispiele:

  • Der Suchbegriff *.jpg findet alle gespeicherten Bilder im jpg-Format, unabhängig davon, wie die Dateien vor dem Punkt benannt wurden.
    Das hat natürlich wenig Sinn, wenn Sie sehr viele solcher Dateien auf Ihren Festplatten gespeichert haben. (Da muss ich jetzt bei mir gleich einmal nachschauen. Aha - es sind 57.215, auch nicht schlecht! Aber Dank Everything weiß ich das jetzt wenigstens... )
  • Eine Suche nach *ups findet alle Ordner, die auf ups enden.
  • Die Suche nach *ups.* findet alle Dateinamen, die auf ups enden, unabhängig von der Dateiendung.
  • Eine Suche nach *ups*.* findet alle Dateien, in deren Namen die drei Buchstaben ups in dieser Reihenfolge vorkommen, - aber dafür hätte auch die Eingabe von ups ohne jeden weiteren Schnickschnack gereicht.

Das Fragezeichen ? ersetzt jeweils ein einziges Zeichen, kann aber beliebig oft eingesetzt werden.
Beispiel:

  • Der Suchbegriff *.???? findet alle Dateien, in deren Endung vier Zeichen enthalten sind, beispielsweise alle *.html-, *.conf- und *.link - Dateien.

Auf diese Wildcard braucht hier aber nicht näher eingegangen zu werden, da wir die genaue Anzahl der Buchstaben sicherlich nicht kennen, - sonst würden wir nach einer solchen Datei höchstwahrscheinlich erst gar nicht suchen müssen.


Einige weitere Suchoptionen:

reu | räu Ein senkrechter Strich zwischen zwei Suchbegriffen (Verkettungszeichen, Pipe, engl. vertical bar) sucht nach beiden Alternativen.
Diesen Strich erhalten Sie mit der Tastenkombination AltGr + < >.
downloads \ .mp3 Wenn Sie glauben, den Ordner zu kennen, in dem die gesuchte Datei gespeichert sein könnte, dann tippen Sie den Namen dieses Ordners ein (hier: downloads), nach einem Leerzeichen kommt der Backslash, nach einem weiteren Leerzeichen der gesuchte Dateityp. Wie Sie sehen, kann der Stern vor dem Punkt entfallen.
Den Backslash erhalten Sie mit der Tastenkombination AltGr + ß.
fotos \ kre Mit diesem Befehl finden Sie alle Dateien und Unterordner im Ordner Fotos, in deren Namen kre enthalten ist, z. B. Kreta, Kreuzberg, kreativ, aber auch Dankrede, Blutkreislauf, Frankreich oder senkrecht.


3. Dateien mit Everything verwalten

Sie können mit dem Programm Ihre Dateien nicht nur finden, sondern diese sogar verwalten. Am einfachsten geht das, wenn Sie auf eine gefundene Datei einen Rechtsklick setzen. Im sich öffnenden Kontextmenü stehen Ihnen die nahezu gleichen Befehle wie im Arbeitsplatz bzw. im Windows Explorer zur Verfügung.
Sie können also gleich hier Dateien öffnen, mit einem bestimmten Programm öffnen (Öffnen mit), drucken, kopieren, ausschneiden, umbenennen, löschen und sich die Eigenschaften (Größe, Datum der Erstellung und der letzten Änderung) der betreffenden Datei anzeigen lassen.
Kopierte bzw. ausgeschnittene Dateien können natürlich nur dann in einen anderen Ordner eingefügt werden, wenn dieser in den Suchergebnissen angezeigt wird oder wenn Sie daneben ein Arbeitsplatz-Fenster geöffnet haben, in dem der betreffende Ordner gerade sichtbar ist.



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