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Den Inhalt einer Festplatte mit Sequoia grafisch darstellen

Zuletzt aktualisiert 22. 12. 2011

Wenn auch die Festplatten immer größere Kapazitäten aufweisen, so könnte doch einmal die Situation eintreten, dass der Platz eng wird und wir gezwungen sind, einige Programme wieder zu deinstallieren oder verschiedene Ordner und Dateien zu löschen bzw. auf einen anderen Datenträger umzuschaufeln. (So sollte z. B. auf einer Festplatte immer 15 % freier Speicherplatz vorhanden sein, um diese reibungslos defragmentieren zu können.)

Mit den klassischen Windowsmitteln Arbeitsplatz und Explorer können Sie zwar sehr schön sehen, welche Ordner und Dateien sich auf Ihren Festplatten breit gemacht haben, aber herauszufinden, wie viel Speicherplatz diese dort verbraten, ist besonders bei den Ordnern sehr mühsam: Sie müssen den Ordner mit der rechten Maustaste anklicken, aus dem Kontextmenü Eigenschaften wählen und dann warten, bis die Mega- bzw. Gigabyte hinaufgezählt werden (s. a. Ordnergröße bei den Explorer-Tipps). Um nun mehrere Ordner vergleichen zu können, müsste man sich deren Größen der Reihe nach notieren, - und das ist umständlich.

Das kleine, aber feine Gratisprogramm SequoiaView von der Technischen Universität Eindhoven schafft hier Abhilfe: Es zeigt Ihnen alle Ordner und die in ihnen enthaltenen Unterordner und Dateien in einer grafischen Darstellung, - und das nahezu in 3D-Qualität.
Jetzt sehen Sie mit einem Blick, wo die wirklich großen Speicherfresser sitzen!

Und dass das Programm nur Englisch "spricht", ist in diesem Fall völlig unerheblich, denn wir müssen kaum etwas lesen, sondern sehen uns nur Bilder an.
Das Programm läuft in allen Windows-Versionen von 98 bis 7.


1. Download und Installation
2.
Arbeiten mit dem Programm
 
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1. Download und Installation

Besuchen Sie diese ZDNet - Seite, scrollen Sie dort ein wenig hinunter und klicken Sie auf den nicht zu übersehenden roten Jetzt herunterladen - Button.
Die Datei Sequoia1.3Install.exe ist gerade einmal ein halbes MB "groß" und der Download ist rasch erledigt. Speichern Sie sie in einem Ordner Ihrer Wahl oder gleich auf dem Desktop; Sie können diese Datei nach der Installation des Programmes auch wieder eliminieren.

Mit einem Doppelklick auf die heruntergeladene Datei starten Sie die Installation:

  • In den drei aufeinander folgenden Fenstern Welcome, Information und Directory klicken Sie jeweils ganz unten auf Next >.
  • Nun werden Sie gefragt, ob das noch nicht existierende Verzeichnis errichtet werden soll. Sagen Sie - ohne dabei zu erröten - Ja.
  • Nun klicken Sie auf Start, noch einmal auf Next >, zuletzt auf Exit - und schon startet das Programm.
  • Es will uns nun mit der Meldung "Scanning drive C:\" glauben lassen, dass die gesamte Festplatte C: gescannt würde, - das Ergebnis ist dann aber eher enttäuschend, denn es wird zunächst nur der eigene Installationsordner (C:\Program Files\SequoiaView) angezeigt.
  • Wir können diesen ersten Scan daher gleich abbrechen, indem wir auf Cancel klicken.
  • Nun scheint das Programm böse zu sein, denn es meldet uns eine (Speicher-)zugriffsverletzung:

SequoiaView Zugriffsverletzung

  • Doch wir bleiben gelassen und tun das Einzige, was uns hier zu tun bleibt: Wir quittieren mit OK.



2. Arbeiten mit dem Programm

Nun wollen wir uns aber wirklich das gesamte Laufwerk C:\ grafisch anzeigen lassen.

Zunächst muss noch gesagt werden, dass die Fenstergröße nach diesem ersten Start etwas eigenartig ist, und wir müssen gleich zweimal auf den "Maximieren"-Button klicken, ehe die Anzeige formatfüllend wird.
Nun suchen wir uns in der Menüleiste ganz oben das zu scannende Laufwerk aus (roter Pfeil).
(Natürlich muss die Zahl der hier vorhandenen Laufwerke mit der Ihnen auf Ihrem Computer angezeigten nicht übereinstimmen!)

SequoiaView: Auswahl des Laufwerkes

Der Scan beginnt sofort, nachdem wir ein Laufwerk angeklickt haben und kann dann schon - je nach Größe des Laufwerkes und der Fülle der darauf gespeicherten Daten - eine ganze Weile dauern.

Aber dann erhalten wir ein sehr anschauliches, farbenfrohes und plastisches Bild davon, was auf der betreffenden Festplatte alles so kreucht und fleucht. Aber Achtung: Das Programm zeigt "nur" den belegten Speicherplatz auf dem Datenträger, nicht jedoch die Größe jenes Speicherplatzes, der auf dieser Platte noch frei ist. Aber das beherrscht Windows ohnehin tadellos!

Sequoia: Grafische Darstellung des Inhaltes eines Datenträgers

Im obigen Beispiel wurde die Maus gerade auf einen der beiden großen grauen Block ganz oben rechts geführt (er ist nun rot umrandet) und es wird der Name und die Größe der Datei, in diesem Fall die hiberfil.sys 2 GB, eingeblendet.
Ganz unten in der Statusleiste sehen Sie den Dateinamen noch einmal, und - ganz rechts - den Prozentsatz vom gesamten belegten Speicherplatz (nicht von der Gesamtkapazität der Festplatte!).
Übrigens: In der Datei hiberfil.sys werden die Daten für den Ruhezustand gespeichert, - Näheres dazu können Sie bei unseren Windows - Tipps nachlesen.

Sie sehen hier also einige eindeutig große Brocken, aber wesentlich mehr mittlere, kleine und kleinste Krümel, - eben ein getreues Abbild der auf der Festplatte gespeicherten Dateien.
Fahren Sie also mit der Maus nach Herzenslust umher und entdecken Sie Dateien, von deren Existenz Sie bisher nicht die geringste Ahnung hatten !

Sollten Sie mit der Ordnerhierarchie auf einem Datenträger noch mehr oder minder auf Kriegsfuß stehen, dann sei Ihnen zunächst die Lektüre dieses Windows-Explorer-Tipps empfohlen.

Die grafische Anordnung dieser vielen Dateien ist aber durchaus nicht zufällig oder gar chaotisch! Zunächst gilt einmal die Regel, dass Hauptordner zu großen Blöcken zusammengefasst sind und beim Drüberfahren mit der Maus gelb umrandet werden (Abb. links, roter Pfeil). Sie erkennen das sofort daran, dass innerhalb eines solchen gelb umrandeten Blocks die oberste Ordnerebene immer identisch ist, also im nachfolgenden Beispiel E:\Sicherungskopien\...
Und innerhalb eines solchen Hauptordners sind alle Dateien in einem Unterordner wiederum zu verschieden Blöcken (Rechtecken) zusammengefasst, die sich von den anderen Blöcken farblich unterscheiden (Abb. rechts, blau umrandet):

Sequoia: Hauptordner sind gelb umrandet

Alle im gelb umrandeten Block vorhandenen Unterordner und Dateien befinden sich im Hauptordner E:\Sicherungskopien

Sequoia: Unterordner

Im Hauptordner E:\Sicherungskopien befindet sich der Unterordner ELBA.
Alle Dateien in diesem Unterordner sind in einem deutlich unterscheidbaren Block (der von rechts oben "beleuchtet" wird) enthalten, und der allerdings nur in dieser Abbildung, nicht aber in der Praxis, blau umrandet ist.

Das heißt: Wenn Sie mit der Maus über die einzelnen Kästchen (= Dateien) fahren, beginnt die Ordnerstruktur innerhalb dieses Bereiches immer mit E:\Sicherungskopien\ELBA\...

Sollten Sie etwas Englisch können und sich ein wenig mit den Einstellungen spielen wollen, dann erforschen Sie doch auf eigene Faust die Menüleiste sowie die Symbole; wir gehen darauf hier aber nicht näher ein, da uns die Voreinstellungen als ausreichend erscheinen.



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