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Insider-Wissen 9

Domain - Check: Who is who im www?

(Verfasst von Kurt Hartmann, 04.09.05,
  aktualisiert 17.11.10, 12.09.12, 24.05.13)

© inventorspot.com

Nähere Erläuterungen zu den IP-Adressen: Tipps zum Internet-Explorer

1. Die Ursprünge
2. Allgemeine Top Level Domains (generic TLDs, gTLDs)
3. Länderspezifische Top Level Domains (country-code TLDs, ccTLDs)
4. Zweckentfremdungen - Missbrauch von ccTLDs
5. Second Level Domains (SLDs)
6. Liste aller Länderspezifischen Top Level Domains

 

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1. Die Ursprünge

Ende der sechziger Jahre, als die in Computern gespeicherten Daten für das amerikanische Militär immer größere Bedeutung erlangten, tauchte in den strategischen Überlegungen der Generäle die Befürchtung auf, der Feind könnte durch einen Raketenangriff auf das militärische Rechenzentrum mit einem Schlag die Verteidigungsbereitschaft der gesamten Armee lahm legen.

Aus diesen Überlegungen wurde die Idee geboren, alle militärischen Daten auf mehrere Rechneranlagen im ganzen Land zu verteilen und diese dann so miteinander zu vernetzen, dass jedes Rechenzentrum jederzeit auf jedes andere Zentrum zugreifen bzw. im Notfall auch seine Aufgaben übernehmen könne: Das ARPANET (Advanced Research Projects Agency Net) wurde geboren und zunächst auf vier Rechenzentren eingerichtet.

Damit war erstmals ein Computer-Netzwerk geboren, das auf verschiedene Standorte verteilt war - und im Grunde ist das Internet bis heute nichts anderes: Jeder angeschlossene Computer - also auch der, an dem Sie gerade sitzen und diese Zeilen lesen - ist ein Teil dieses Netzes.
(Nur einen "kleinen" Unterschied gibt es schon: Die Zahl der Anbieter von Internet-Diensten überschritt im November 2006 bereits die 100 Millionen-Grenze!)

Von Anfang an waren dies keine rein militärischen Computeranlagen, sondern bereits bestehende Rechenzentren renommierter Universitäten, denn nur dort stand das erforderliche Know-how zur Verfügung.

Nun – der befürchtete Raketenangriff fand Gottseidank nie statt, aber die Netzwerk-Idee bewährte sich und wurde ständig verbessert. Immer mehr Rechenzentren der Regierung, der Universitäten und der Industrie wurden eingebunden, auch das Leitungsnetz musste ständig ausgebaut werden, da sich das öffentliche Telefonnetz bald als „Bremser“ erwies. Die vernetzten Rechenzentren erhielten eigene Leitungen, zunehmend über Satelliten, die sie völlig unabhängig von den Telefongesellschaften machten.

Bald wussten sich auch die Studenten der Universitäten der neuen Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den verschiedenen Hochschulen zu bedienen und nahmen zunehmend Besitz davon. Das hatte zur Folge, dass sich die Generäle nicht mehr wohl fühlten bei dem Gedanken, Militär- und Vietnamkriegsgegner könnten sich zu allen wichtigen militärischen Informationszentralen über das ARPANET Zutritt verschaffen. 1983 zerfiel daher das ARPANET in einen militärischen (MILNET) und einen zivilen (INTERNET) Teil.

 
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2. Allgemeine Top Level Domains (generic TLDs, gTLDs)

Die Vergabe von eindeutigen Adressen für jedes angeschlossene Rechenzentrum war zunächst kaum ein Problem, aber mit der zunehmenden Ausbreitung von Host-Computern (host, engl. = Wirt, Gastgeber, also Computer, auf denen ein oder mehrere Server betrieben werden) wurde die Adressierung jedoch bald ein Problem.

Während in den Anfangszeiten alle angeschlossenen Computer einen Namen mit der Endung .arpa erhielten, begann man 1984 mit dem Aufbau des Domain Name Systems (DNS) und definierte erstmals mehrere Top Level Domains (TLDs), also Bereiche oberster Ebene.
Die TLD steht stets an letzter Stelle einer Internet-Adresse und wird von zwei Punkten eingeschlossen. (Der abschließende Punkt muss heute nicht mehr eingegeben werden, da er durch den Browser, also jenes Programm, mit dem wir in das Internet gehen, selbständig hinzugefügt wird).

Die ersten sechs TLDs waren

  • .gov (government), bis heute nur für Regierungsorgane der USA;
  • .mil (military), bis heute nur für militärische Einrichtungen der USA;
  • .edu (education), für Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen, weltweit;
  • .com (commercial), ursprünglich nur für US-Firmen, heute jedoch weltweit;
  • .org (organization), für nichtkommerzielle Organisationen, weltweit; und
  • .net, ursprünglich weltweit nur für Netzverwaltungseinrichtungen, heute frei für jeden.

Damit glaubte man damals das Auslangen zu finden, - und unterlag damit natürlich einem kräftigen Irrtum, denn das Netz wuchs in einem Ausmaß, das sich zunächst niemand vorstellen konnte.
Insbesondere die Zahl der kommerziellen Anbieter explodierte geradezu und war bald wesentlich stärker im www vertreten, als .gov, .mil und .edu (für die das Netz ursprünglich ja konzipiert war) zusammen.
Und noch dazu war das Internet zur damaligen Zeit so gut wie ausschließlich in den USA "zu Hause"...

Die oberste Verwaltungsbehörde für die Vergabe von TDLs, die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) "schob" daher in den folgenden Jahren einige TDLs nach, von denen viele von Sponsoren betrieben werden (und die daher auch nicht der Kontrolle der ICANN unterliegen):

  • .aero (aeronautics), für weltweit alle in der Luftfahrt tätigen Organisationen (gesponsert);
  • .arpa (siehe Ursprünge), neu verwendet jedoch für Address and Routing Parameter Area;
  • .asia für Unternehmen und Personen im asiatisch-australisch-pazifischen Raum, seit Okt. 2007 für jeden frei zugänglich (gesponsert);
  • .biz (business), weltweit für Handelsfirmen; de facto für jeden frei zugänglich.
  • .cat für die katalanische Sprache und Kultur (gespnsert);
  • .coop (cooperatives), für Kooperativen, Genossenschaften u. ä., weltweit (gesponsert);
  • .info (information), für Informationsanbieter, weltweit;
  • .int (international), für internationale Regierungsorganisationen, z.B. www.nato.int oder www.eu.int (gesponsert von der IANA);
  • .jobs nur für Unternehmen mit Stellenangeboten (gesponsert);
  • .mobi (mobile) für Dienste, die die Nutzung durch mobile Endgeräte unterstützen.
  • .museum, weltweit für Museen (gesponsert);
  • .name, weltweit für Privatpersonen;
  • .post (postal) für Post- und Logistikunternehmen.
  • .pro (professions), nur für Ärzte, Anwälte und Steuerberater und Ingenieure in den USA, Kanada, Deutschland und dem Vereinigten Königreich.
  • .tel (telecommunication), standardisierte Speicherung und Veröffentlichung von Kontaktdaten.
  • .travel für den gesamten Komplex der Reise-Industrie (Reisebüros, Kreuzschifffahrt, Fluggesellschaften...), weltweit (gesponsert);
  • ..xxx für erotische, sexuelle und häufig pornographische Inhalte (gesponsert).

Von diesen 23 gTLDs sind nur die folgenden für jedermann frei registrierbar (die anderen unterliegen bestimmten Auflagen):

  • .biz
  • .com
  • .info
  • .net
  • .org

Durch die freie Vergabe der oben angeführten TLDs wurde allerdings deren ursprüngliche Bedeutung stark verwässert:
Nicht überall, wo .biz, .com usw. drauf steht, ist auch .biz, .com usw. drin!
Unter hilfswerk.org oder news.info kann Ihnen also durchaus ein gut getarnter Geschäftemacher etwas andrehen wollen, während unter kaefer.com oder beetle.biz vielleicht ein schrulliger Käferexperte seine schönsten Käfer-Fotos der gesamten Welt völlig gratis zur Verfügung stellt - und mit Kommerz und Handel überhaupt nichts im Sinn hat. Er war eben nur zu schrullig, für seine Seite eine passendere TLD zu finden.

Eine stets aktuelle Liste der 10 am häufigsten vergebenen Top Level Domains finden Sie bei der DENIC, das ist der Registrar für die länderspezifische .de - Domain. Ihnen wird auffallen, dass diese Liste stets haushoch von der .com - Domäne angeführt wird. Der Grund dafür ist einfach: Seit den Anfängen des Internet bis in die heutige Zeit ist diese Domain in den USA am beliebtesten. Ein weiterer Grund mag darin zu suchen sein, dass diese Domain weltweit mit zu den billigsten zählt (in Österreich keine Einrichtungsgebühr, 15 Euro Jahresgebühr).

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3. Länderspezifische Top Level Domains (country-code TLDs, ccTLDs)

Schon Anfang der Neunziger Jahre war die Situation eskaliert.

Nachdem einerseits zahlreiche große Unternehmen die wachsende Bedeutung dieses neuen Mediums völlig unterschätzt oder verschlafen und andererseits clevere Einzelpersonen (meist Studenten) sich - in durchaus spekulativer Absicht! - schon zahlreiche Internet-Adressen reserviert hatten, tobten wilde Gefechte um diese Adressen, die teils durch astronomische Zahlungen (bis zu 10 Millionen Dollar!), teils durch langwierige Prozesse beigelegt wurden (oder auch nicht).

Und nun trat auch noch der "Rest der Welt" auf den Plan - und fand so gut wie alle Adressen besetzt...

Das betraf nicht nur alle kanadischen, englischen und australischen "Taylor's", sondern auch jeden deutschen "Schneider", italienischen "Sarto" und französischen "Tailleur", - denn in den USA als klassischem Einwanderungsland waren natürlich so gut wie alle .com - Adressen in jeglicher nur denkbarer Sprache und Variante besetzt.

Aber dieser "Rest der Welt" fand einen Ausweg und schuf nach langwierigen Verhandlungen das System der Länderspezifischen Top Level Domains (country-codeTLDs), welches in jedem Land eigenverantwortlich verwaltet werden sollte.
Jedem Land dieser Erde sollte eine ccTLD eingeräumt werden! Und jedes Land sollte die Vergaberichtlinien selbst bestimmen dürfen.

Dafür schuf man einen Länder-Code, der aus nur zwei Buchstaben besteht (z. B. .at, .ch, .de ...).

Dadurch unterscheiden sich Länder-TLD's prinzipiell von den bis dahin einzig verfügbaren Allgemeinen TLD's (gTLD), die mindestens drei Buchstaben aufweisen.

Die ersten länderspezifischen Top Level Domains (Auswahl):

  • 1985 Großbritannien (.uk, .gb), Istrael (.il)
  • 1986 Australien (.au), Japan (.jp), Südkorea (.kr), Deutschland (.de), Frankreich (.fr),
    Niederlande (.nl), Finnland (.fi), Schweden (.se)
  • 1987 Italien (.it), Schweiz (.ch), Neuseeland (.nz), Argentinien (.ar)
  • 1988 Österreich (.at), Belgien (.be), Irland (.ie), Spanien (.es), Portugal (.pt), Singapur (.sp)
  • 1989 Griechenland (.gr), Mexiko (.mx), Brasilien (.br), Indien (.in), Taiwan (.tw)
  • 1990 Tschechoslowakei (.cs), Ungarn (.hu), Polen (.pl), Hongkong (.hk), Südafrika (.za),
  • und mittlerweile und heutzutage (2005) meldet schon jeder unbewohnte Steinhaufen in den entferntesten Teilen des Pazifik / Atlantik / Indischen Ozeans / der Bering-Straße / Arktis / Antarktis, die (autonomer!) Teil einer (autonomen!) Provinz einer (autonomen!) Region eines (autonomen!) Staates ist, seine eigene ccTLD an, - selbst wenn dieser (autonome?) Staat eine französische, amerikanische, englische... Übersee-Kolonie ist.
    Denn mit diesen exotischen TLD's ist mehr Geschäft zu machen, als man es sich ursprünglich je erträumen konnte!
    (Siehe Zweckentfremdung).
  • 2011 gab es mehr als 240 länderspezifische TLD's. Deren Potential ist jedoch bisher noch nicht annähernd genutzt. (Vergleich: Der UNO gehören 193 Staaten an.)

Die Liste aller zur Zeit bestehenden ccTLDs (Stand 2013) haben wir, um diese Insider-Seite nicht zu sehr aufzublähen, auf eine eigene Seite ausgelagert (neue Seite)!
Die Domains sind dort sowohl nach Domain als auch nach Ländern geordnet!

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4. ccTLD-Missbrauch - oder wie man (auch) zu Geld kommen kann

Jedem Land seine eigene länderspezifische Top Level Domain - und das Recht, diese selbst zu verwalten. Das ist weise, das ist gerecht.
Neben den "offenen", allgemeinen TLD's (.com, .biz, .org...) steht somit jedem Bürger eines jeden Landes dieser Erde die Möglichkeit zu, sich auch eine Domain seines eigenen Landes reservieren zu lassen; natürlich auch hier nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" (siehe Second Level Domain).

Da jedes Land seine TLD selbst verwalten kann, kann es auch selbst bestimmen, ob es seine TLD nur seinen Bürgern oder Jedermann zur Verfügung stellt; es kann ferner darüber bestimmen, welcher Behörde, Institution oder Firma es die Registrierungs-Formalitäten überlässt (Registrar).

Viele Mini-Insel-Staaten (Insel-Mini-Staaten) hatten zum damaligen Zeitpunkt kaum die nötige Infrastruktur, ihre TLDs selbst zu verwalten, ja, sie verfügten meist noch nicht einmal über Computer, geschweige denn Internet-Anschlüsse.
Sie beauftragten daher ausländische (meist US-amerikanische) Firmen mit der Vermarktung ihrer TLD's; diese Firmen mussten einen bestimmten Teil der Einnahmen dem Inhaber der jeweiligen TLD überlassen.
Ob dieses Geld dann tatsächlich den betreffenden (meist sehr armen!) Ländern zugute kam (und kommt), oder einzelnen Personen (Clans, Politikern...) in diesen Ländern, - das ist natürlich wieder eine ganz andere Geschichte...

1998 hatte der kleine südpazifische Inselstaat Tonga die Verwaltung seiner Domain einer privaten US-Firma übergeben; - und diese kam als erste auf die Idee, mit der landeseigenen Domain .to weltweit Geld zu verdienen.
Während gute Namen unter .com, .net usw. schon längst nicht mehr zu haben waren und die meisten Staaten ihre Landes-Domains nur Bürgern ihres Landes zur Verfügung stellten, gab Tonga, dessen Sub Level Domains absolut leer waren (und mangels Infrastruktur auch nicht gebraucht wurden), seine TLD weltweit zur Registrierung frei - gegen gutes Geld, versteht sich!

Das eröffnete nicht nur einige spektakuläre Möglichkeiten für ganz Schnelle (come.to, go.to, jump.to...), sondern ermöglichte es Zehntausenden von Firmen und Privatpersonen, deren Namen im Netz schon längst vergeben waren, nun im Nachhinein ihre Namen unter der .to-Domain registrieren zu lassen:
taylor.to, smith.to, kennedy.to... kamen wieder in die erste Reihe!
Für das ärmliche Land wurde der Verkauf von .to - Domains zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor!

  • Damit war natürlich der zugrunde liegende Gedanke der ccTLD's unterwandert worden, - und der Handel mit solchen "fremden" Domains begann zu blühen.
  • Eine ccTLD sagt also heute absolut nichts mehr über die wahre Herkunft eines Internet-Anbieters aus.
  • Auch zahlreiche andere Staaten (darunter auch Österreich) bieten ihre TLD's inzwischen weltweit an, während zum Beispiel Frankreich die Vergabe einer xxx.fr - Adresse nach wie vor an die Bedingung knüpft, dass der Inhaber der Domain seinen Wohn- oder Unternehmenssitz in Frankreich hat.

Die TLD .cc der winzigen Cocos Islands (Kokos-Inseln) im Indischen Ozean wurde ebenfalls zu einem absoluten Renner. Es gibt hunderttausende Web-Auftritte und E-Mail-Adressen mit .cc, - während diese kleine, unter australischer Verwaltung stehende Inselgruppe gerade einmal 600 (!) Einwohner hat; - und auch diese Zahl verringert sich kontinuierlich, da die Inseln regelmäßig von Zyklonen verwüstet werden und immer mehr Bewohner emigrieren.

In jüngster Zeit (2005) entwickelte sich die TLD der im Südwesten des Pazifischen Ozeans gelegenen Inselgruppe Tuvalu zu einem begehrten Renner, lautet ihre TLD doch .tv, - und das ist natürlich ein Fressen für alle Fernsehanstalten dieser Erde und alle Firmen, die für das Fernsehen produzieren!
Aber auch Maier, Mueller, Schmidt und ähnliche Namen sind unter der TLD .tv schon registriert und blechen stolze Jahresgebühren.
Wollen Sie die Adresse blablabla.tv registrieren (blabla.tv ist tatsächlich schon besetzt! sm_yahoo), dann erhalten Sie diese schon um wohlfeile 50 Dollar. (Leider: das war 2005. Seit 2006 ist auch diese Domain besetzt und kostet mittlerweile 200 Dollar pro Jahr!)
Für claudia.tv (seit 2010 ebenfalls vergeben!) müssten Sie schon 500, für anna.tv (wurde 2010 von einem Russen gekauft!) 1.000 und für smith.tv (war 2005 tatsächlich noch frei, ist aber seit 2010 ebenfalls weg!) schon sagenhafte 5.000 Dollar pro Jahr hinblättern!

Bei einem weiteren Besuch im Sept. 2012 konnten wir feststellen, dass man schon äußerst ausgefallene Namenswünsche eingeben muss, um noch eine Chance zu haben, eine *.tv - Domain zu ergattern. www.oachkatzlschwoaf.tv hätten wir beispielsweise noch reservieren können, - und man höre und staune: um förmlich nachgeschmissene 12,99 Dollar! Man scheint dort keinen besonders großen Respekt vor dem steirischen Dialekt zu haben! (Ach ja: Oachkatzlschwoaf = Eichkätzchenschwanz )

Die eigens gegründete Vermarktungsfirma DotTV brachte dem Land zwar 50 Millionen Dollar und garantiert weitere jährliche 5 Millionen $, - aber dennoch wurde Tuvalu offensichtlich über den Tisch gezogen und der Großteil der Einnahmen aus dieser Domain wandert in die Taschen der Aktionäre von DotTV...
(Waren einige dieser Aktionäre rein zufällig Ministerpräsident, Infrastrukturminister, Wirtschaftsminister u. dgl. auf Tuvalu...?)

Noch ein Beispiel gefällig?
Heißen Sie Maier und wohnen Sie in der Steiermark (oder in Stuttgart, Straßburg, Stettin...)?
Als Maier hatten Sie natürlich schon lang keine Chance mehr auf eine attraktive Adresse.
Jetzt eröffnet Sie sich wieder: www.maier.st ist noch frei (26.12.05)!
Einrichtungskosten null Euro, jährliche Kosten 55 Euro. Also schnell zugreifen sm_zwinker!
(Da war aber jemand tatsächlich sehr schnell: Noch am selben Tag, an dem diese Zeilen ins Netz gestellt wurden, wurde die Adresse maier.st von einem Grazer registriert!)
Und was verbirgt sich hinter .st? Wieder ein kleiner Inselstaat, diesmal vor der Westküste Afrikas, nämlich São Tomé und Príncipe, deren TLD sich zur Zeit recht gut verkauft!

Auf ähnliche Weise könnte sich auch ein Salzburger auf den Salomon-Inseln (.sb), ein Wiener auf den Jungferninseln (.vi), ein Bayer in Weißrußland (.by) usw. umsehen...
Oder Sie sind Discjockey? Auf nach Djibouti, dann heißt Ihr Internauftritt standesgemäß xxx.dj!
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Sehen Sie sich die Liste der ccTLD's in Ruhe an!

 
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Second Level Domain (SLD)

Darunter versteht man jene Domain, die in der Hierarchie direkt unter der Top Level Domain (TLD) liegt, und in der Schreibweise direkt davor steht.
Bei www.telewerkstatt.at ist .at die Top und .telewerkstatt die Second Level Domain.
In unserem Sprachgebrauch spricht man meist nur von der "Domain" oder "Domäne".

Wer also auf der Suche nach einer Internet-Adresse ist, sucht sich zuerst eine TLD aus und schaut dann auf der Homepage der Registrierungsorganisation (Registrar) der betreffenden TLD nach, ob dort die gewünschte SLD noch frei ist.

Registrare für Österreich sind die

  • NIC.AT (nur .at, .co.at und .or.at) bzw. die
  • INTERNIC.AT (.at, .co.at, .or.at, .com, .net, .org, .ag, .cc, .ch, .li, .info, .biz, .be, .st, .cn, .net.cn, .org.cn, .ru, .cz, .ee, .biz.pl, .eu, .me),
  • für Deutschland die DENIC (nur .de)
  • und für die Schweiz die SWITCH (nur .ch und .li).

Die INTERNIC.AT handelt also mit einer sehr breiten Palette von Second Level Domains, wie auch die folgenden Abbildungen teilweise zeigen.
Sie geben auf diesen Seiten den von Ihnen gewünschten Namen ein und lassen die Datenbank durchsuchen. (Haben Sie Geduld, - diese Seiten sind meist sehr überlastet!)

Ein Beispiel:
Herr Körner, ein Österreicher, hat eine kleines Autohaus und möchte künftig mit einer eigenen Homepage im weltweiten Netz vertreten sein. Er ruft www.internic.at auf und gibt seinen Namen ein, Umlaute sollte man allerdings nicht verwenden, ebenso kein scharfes ß:

Suche nach freier Domain

Nun sieht er, was noch frei ist und wie hoch die einmaligen Einrichtungsgebühren sowie die Jahresgebühren sind (die Unterschiede sind beträchtlich!):

Freie Domains für 'koerner'

Darunter sieht er auch, welche koerner-Domains bereits vergeben sind und kann dort auch gleich einsehen, wem sie gehören (Klick auf Inhaberdaten):

Schon vergebene koerner-Domains

Er kann sich nun für eine der noch freien Domains entscheiden, - oder er ändert den Wunschnamen, indem er einen Branchen- oder Vornamen integriert. Eine Suche nach auto-koerner ergab zum Beispiel, dass alle Second Level Domains, mit denen INTERNIC handelt, noch zu haben waren, darunter natürlich auch auto-koerner.at.
Aber er könnte sich natürlich auch noch bei einem beliebigen anderen Registrar umsehen.

Eine vollständige Liste aller Registrare findet sich auf der Seite der IANA, das ist die höchste Autorität für die Vergabe von IP-Adressen.

Viele Länder haben auch SLD's eingerichtet, die entweder frei oder nur an bestimmte Institutionen vergeben werden.
In Österreich sind dies .co.at und .or.at (company und organisation, für jeden erhältlich), .ac.at (academy, nur für den akademischen Bereich) sowie .gv.at (government, nur für Regierung, Verwaltung und Behörden).

Für eine österreichische Domäne (.at oder .co.at oder .or.at) bezahlt man zur Zeit 30 EURO pro Jahr; es fallen keine Einrichtungskosten mehr an.
(Nur zum Vergleich: Als wir 1997 die Domain www.leutschach.at erwarben, betrugen die einmaligen Einrichtungskosten noch 7.000 Schilling, also 500 Euro, und die laufenden Jahresgebühren 5.000 Schilling, das entspricht etwa 357 Euro!)

 
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich! Haben Sie Anregungen für weitere Themen? Nur zu: Rufen Sie unser Gästebuch auf und reden Sie mit!

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