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Insider-Wissen 11Phishing: So versucht man, Ihr Bankkonto zu plündern
(Verfasst von Kurt Hartmann, 04.03.06) 1. Was ist "Phishing"? Weitere Informationen bei Wikipedia (neue Seite) |
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1. Was ist "Phishing"?Suchen Sie dieses Wort besser nicht in Ihrem Langenscheidt oder einem anderen Wörterbuch, - Sie werden es nicht finden.
Denn "phishing" ist ein Kunstwort, das erst seit etwa 2 Jahren existiert und aus den beiden englischen Wörtern password und fishing entstand. Mit "Passwörter fischen" lässt sich "Phishing" ganz gut ins Deutsche übersetzen und trifft auch recht gut den Sachverhalt, um den es hier geht, wenn es auch nicht nur um Passwörter, sondern auch und vor allem um Kontonummern, TAN-Nummern (= Transaktionsnummern), Kreditkarten-Nummern, Kunden-Nummern und ähnliches geht.
Sie wollen
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2. Die Angriffsflächen: Banken und elektronische BezahlsystemeEin Phishing-Angriff erfolgt immer mit einem E-Mail, dessen Absender eine Bank, ein Versandhaus, ein Kreditkarten-Unternehmen, ein Online-Shop oder ähnliches zu sein scheint. In Österreich sind bisher die Bank Austria - CA, die BAWAG, die ERSTE und das Raiffeisen E-Banking betroffen; in Deutschland hauptsächlich die CitiBank, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Postbank, die Sparkasse sowie die Volksbank - Raiffeisenbank. Des weiteren sind in allen Ländern gefälschte E-Mails von Visa, Mastercard, Amazon, eBay und dem Online-Bezahlsystem PayPal unterwegs. Aber Achtung: Diese Aufzählung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie enthält nur die häufigsten gefälschten Absender!
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3. Die Phishing - MethodenWie schon erwähnt: Der Angriff erfolgt immer mit einem E-Mail. In diesem Mail wird dem Empfänger mitgeteilt, dass das Unternehmen - aus welchen Gründen auch immer (vom Rohrbruch bis zu verbesserten Sicherheitsmaßnahmen) seine Kunden-Datenbanken reorganisieren muss und Sie werden aufgefordert, Ihre Kundendaten in einem Formular zu verifizieren. In manchen Fällen wird sogar damit gedroht, dass Sie keinen Zugriff auf Ihr Konto mehr haben, wenn Sie dieses Formular nicht innerhalb einer bestimmten Frist ausgefüllt absenden! Die auszufüllenden Formularfelder sind manchmal in das Mail integriert; in der überwiegenden Zahl der Fälle ist jedoch im Mail ein Link auf die Web-Seite des vermeintlichen Absenders des Mails enthalten. Wenn Sie dem Link folgen, scheinen Sie auf der Homepage des angeblichen Absenders des Mails zu landen. Die Phishing-Betrüger verwenden dafür entweder Internet-Adressen, die sich von denen der echten Firmen nur geringfügig unterscheiden, oder sie fälschen die Adresse, was mit einem Java-Script kein Problem ist. Ähnliche Mails mit ähnlichen Links können Sie, wie oben bereits erwähnt, nicht nur von angeblichen Banken, sondern von ebenso angeblichen Kreditkarten-Unternehmen, elektronischen Bezahlsystemen, Online-Shops und Online-Tauschbörsen, Online-Versteigerungen, Versandhäusern usw. erhalten! Und noch ein besonders fieser Trick: Sie erhalten von einem gefälschten Absender ein Mail, in dem Sie ausdrücklich über Phishing-Aktivitäten oder ähnliches "informiert" und vor ihnen "gewarnt" werden. Lassen Sie sich nicht übertölpeln, - schmeißen Sie derartige Mails sofort hinaus! |
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3.a Die Methoden werden immer ausgefeilter: Erhöhte Gefahr durch Trojaner!27. 05. 06 Schon Anfang März 2006, als wir diesen Artikel ins Netz stellten, waren Mails aufgetaucht, die einen harmlos erscheinenden Text-Link enthielten, der in Wahrheit aber einen Trojaner installierte (siehe ein paar Zeilen weiter oben). Sollten Sie ein derartiges Phishing-Mail erhalten, klicken Sie also keinesfalls auf irgendeinen Link!
Erst allmählich wurde klar, welche Brisanz diese Trojaner haben: Unmittelbar nach Eingabe der TAN wird das System entweder instabil (bis hin zum Absturz), die Verbindung wird unterbrochen oder der Anwender erhält die Nachricht vom Bankrechner, dass die eingegebene TAN bereits verbraucht sei. Und das ist sie tatsächlich: Besonders betroffen von diesen immer raffinierter werdenden Phishing-Angriffen sind in Österreich die Bank Austria - Creditanstalt (BA-CA) und der Raiffeisen-Sektor. Die Transaktionen gingen ursprünglich vorwiegend ins Ausland, sehr häufig nach Weißrussland oder in die Karibik.
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4. AbwehrmaßnahmenDarüber braucht man natürlich nicht lange herumzureden:
Der "gesunde Hausverstand" sollte eigentlich ausreichen, um auf solche billigen Tricks nicht hereinzufallen. Trotzdem steigt die Zahl der Phishing-Opfer ständig an: Aus diesem Grund geben wir Ihnen noch einige Hinweise, wie man Phishing auf den ersten Blick erkennen kann:
Und damit Sie trotzdem etwas zum Lachen haben: Obwohl wir nach Dialern, Viren, Würmern, Trojanern und Spionen jetzt auch noch von betrügerischen "Fischern" heimgesucht werden, möchten wir Ihnen die hoch solide Möglichkeit einer [Wertpapier Aktualisierung] anbieten |
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben. Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich! Haben Sie Anregungen für weitere Themen? Nur zu: Rufen Sie unser Gästebuch auf und reden Sie mit! Haben Sie Probleme oder brauchen Sie weiterführende Informationen? Schicken Sie ein Mail oder rufen Sie an, – in den meisten Fällen können wir helfen! Ihr Telewerkstatt-Team |