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Insider-Wissen 12

Datensicherung - ein vielfach vernachlässigtes Thema!
(Verfasst von Kurt Hartmann, 06.12.06. Aktualisiert 12 / 2007, 11 / 2008, 12 / 2009)

1.    Erfahrungen aus dem Alltag: Keine oder sehr trügerische Sicherung
2.    Datenrettung nach dem SuperGAU ist möglich
3.    "Sicherung" auf Laufwerk C:\ - ein offener Safe
4.    Sicherungen müssen sich immer auf einem anderen Datenträger befinden
4.a  Festplatte partitionieren
4.b  Zweite (eingebaute) Festplatte
4.c  Zweite (externe) USB-Festplatte
4.d  USB-Stick
4.e  CD-ROM oder DVD-RW
5.     Welche Daten sollen gesichert werden?
6.    Datensicherung mit Hilfe eines Backup-Programmes

 

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1. Keine oder sehr trügerische Sicherung

Da sitze ich so in zahlreichen Haushalten und Büros vor zahlreichen Computern und versuche, zahlreiche unterschiedlichste Probleme für die Mitglieder unseres Vereines zu lösen.
Dabei mache ich in ebenso zahlreichen Fällen immer wieder folgende besorgniserregende Beobachtung:

Es gibt entweder gar keine oder eine nur völlig unzureichende Sicherung der wichtigen Daten!

Die Arbeit von Tagen, Wochen, Monaten und Jahren wird in leichtfertigster Weise aufs Spiel gesetzt:

  • Der gesamte Schriftverkehr von Jahren,
  • liebevoll gestaltete Einladungen, Speisekarten, Flugblätter u. dgl.,
  • mühsam zusammengetragene Kunden-Datenbanken mit hunderten Adressen,
  • unwiederbringliche Fotos (Reisen, Urlaub, Ereignisse in der Familie...),
  • Gigabyte von heruntergeladenen Bildern und Musikstücken,
  • hunderte von E-Mail-Adressen im Adressbuch des Mail-Programmes,
  • sämtliche Daten von Buchhaltungsprogrammen, Kellerbüchern, Telebanking u. dgl.,
  • und, und, und...

... können in einer einzigen Minute verloren sein und neben dem ideellen vor allem auch einen immensen materiellen Schaden verursachen!

Zu viele Computer-Anwender glauben offensichtlich in geradezu kindlich-naiver Weise an ein ewiges Leben des Computers und seiner Komponenten.

Der Fernseher weigert sich eines Tages, weiterhin fernzusehen (ist ja auch kein Wunder bei dem Programmangebot... ) und der Kühlschrank mag auf einmal nicht mehr kühlen, der E-Herd wärmt und der Staubsauger saugt nicht mehr, - alles ganz normal!

Aber eine kaputte Festplatte, - das scheint für (allzuviele!) Anwender im Bereich des Unmöglichen zu liegen.
Und so wird zwar viel gespeichert, - aber wenig gesichert. Und wenn doch, dann häufig mit völlig unzureichenden Mitteln!
Dabei ist doch eine kaputte Festplatte bestimmt eine weitaus größere Katastrophe als ein defekter Staubsauger! Überspannung, Blitzschlag, heftige Erschütterung, Materialermüdung u. dgl. können auch jede Festplatte von einem Augenblick zum anderen Schrott werden lassen. Und - was noch viel häufiger vorkommt! - Computerviren, -würmer und Trojanische Pferde können den Datenbestand so nachhaltig verändern oder zerstören, dass auf ihn nicht mehr zugegriffen werden kann.

 
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2. Datenrettung nach dem SuperGAU ist möglich

Doch eines hier gleich noch vorweg:

Sollte der SuperGAU des völligen Datenverlustes tatsächlich eingetreten sein, dann bestehen immer noch gute Chancen, einen Teil, ja sogar einen Großteil der Daten retten zu können. Dies ist selbst nach Wasserschäden, Bränden und mechanischer Gewalteinwirkung möglich:
Datenrettung, Datenwiederherstellung oder Data Recovery heißen die gleichbedeutenden "Zauberwörter". Es gibt darauf spezialisierte Firmen, die defekte Platten in staubfreien Laboratorien ("Reinräumen") öffnen und mit ebenso speziellen Programmen versuchen, die bereits verloren geglaubten Daten zu rekonstruieren.

Aber das ist teuer. Sehr teuer. Sauteuer.

Und wird sich für Privatleute so gut wie nie und für Klein- und Mittelbetriebe auch nur in den seltensten Fällen rentieren, denn diese Datenwiederherstellung ist tatsächlich äußerst aufwändig, - und unter 2.000 Euro spielt sich da wohl kaum etwas ab, wobei die Grenzen nach oben (weit!) offen sind...

Hier ein paar Links zur Datenrettung (für Österreich; keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit!):

aigon
attingo
computerrepairs
datarec
diskont
kuert
ontrack

 
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3. "Sicherung" auf Laufwerk C:\ - ein offener Safe

So an die 95 % aller Rechner, vor denen wir sitzen, verfügen nur über eine (unpartitionierte) Festplatte, nämlich das Laufwerk C:\.
Auf diesem Laufwerk befinden sich dann

  • das Betriebssystem (meist unter C:\Windows),
  • alle installierten Programme (Word, Excel, Powerpoint usw., meist unter C:\Programme),
  • und alle Dateien, die man mit einem dieser Programme erstellt oder von anderen Quellen (Digitalkamera, Internet,...) kopiert hat (meist unter C:\Eigene Dateien).

Fast alle Buchhaltungs-, Telebanking- und ähnliche Programme fordern den Anwender in regelmäßigen Abständen auf, die Bestände zu sichern. Da nur diese eine Festplatte vorhanden ist, landen auch diese "Sicherungen" dann meist auf

  • C:\Beliebiger Ordner.

Wenn sich aber eine Sicherungsdatei auf demselben Datenträger wie die Originaldatei befindet, dann ist sie so gut wie wertlos: Sollte dieser Datenträger nämlich aus irgendeinem Grund sein Leben aushauchen, dann sind mit den Originaldaten natürlich auch die "gesicherten" Daten verloren.

Bei dieser Art von Sicherung drängt sich folgender Vergleich auf:
Sie verfügen über ein beträchtliches Vermögen, über teuren Schmuck und ein dickes Paket von Wertpapieren. Wie schön für Sie!
Um das alles gut zu schützen, lassen Sie sich einen Safe einbauen, in dem Sie künftig diese Vermögenswerte aufbewahren. Aber Sie lassen die Safetüre dann stets sperrangelweit offen, - und am besten die Balkontüre gleich dazu.
Ist es das, was Sie unter "Sicherheit" verstehen?

Und sollten Sie jetzt schon mit Begriffen wie C:\Windows oder C:\Eigene Dateien absolut nichts anzufangen wissen, dann sollten Sie zurück an den Start gehen und sich zunächst einmal mit den grundlegendsten Kenntnissen über Datenträger, Ordner und Dateien vertraut machen.
Die Lektüre unserer Tipps und Tricks zum Windows Explorer (neues Fenster) mag zwar etwas mühsam sein, versetzt Sie aber in die Lage, Ihren Computer zu beherrschen - und nicht von ihm beherrscht zu werden!

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4. Sicherungen müssen sich immer auf einem anderen Datenträger befinden

Die folgenden Möglichkeiten stehen uns dabei zur Verfügung:

  • Die Daten werden auf einem USB-Stick geeigneter Größe gesichert.

Mit Ausnahme des Brennens können Sie die zu sichernden Daten einfach auf das Sicherungslaufwerk kopieren. Wie das schnell und einfach geht, können Sie in unseren Tipps zum Windows Explorer nachlesen (neue Seite).

Eine elegantere Lösung bietet die Verwendung eines Backup-Programmes. Im letzten Punkt dieses Artikels kommen wir darauf zurück.


 

Festplatte C:\ partitionieren

Einer geteilten (= partitionierten) Festplatte ist einer ungeteilten prinzipiell der Vorrang zu geben:
Das Betriebssystem und die Programme werden dann auf C:\ installiert, alle selbst erstellten Dateien und alle Sicherungen werden auf D:\ gespeichert.
Müsste dann einmal (beispielsweise wegen eines schweren Virenbefalles) das Laufwerk C:\ formatiert werden (alle vorhandenen Daten werden dabei vollständig gelöscht), dann ist das trotzdem keine Katastrophe: Nach dem Formatieren von C:\ werden Betriebssystem und benötigte Programme neuerlich auf C:\ installiert, - und alle eigenen Arbeiten liegen immer noch sicher und warm auf D:\!

Doch halt:
Sollte die Festplatte C:\ einen so schweren elektrischen oder mechanischen Schaden erlitten haben ("Festplattencrash"), dass man mit ihr gar nicht mehr hochfahren und sie auch nicht mehr formatieren kann, dann hat man das Problem, auch auf die zweite, also die D:\ - Partition, nicht mehr zugreifen zu können!
In einem solchen Schadensfall könnte man nur noch versuchen, die defekte Platte als zweite Platte an einen funktionierenden Computer anzustecken, - und mit einigem Glück (!) hat man Zugriff auf die D:\-Partition!

Sie sehen also:
Eine partitionierte Platte ist zwar besser als eine nicht partitionierte, - aber wesentlich mehr Sicherheit bietet eine vollwertige zweite Festplatte; denn dass zwei Platten gleichzeitig ihren Geist aufgeben, - das ist denn doch sehr unwahrscheinlich! (Aber leider natürlich auch nicht ganz auszuschließen, - denken Sie an einen Brand!)

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Festplatte zu partitionieren:

  • Partitionieren einer völlig neuen Festplatte, noch ehe das Betriebssystem (Windows) installiert wird.
    Dieser Möglichkeit ist prinzipiell der Vorzug zu geben; sie besteht aber nur, wenn Sie einen neuen PC bei einem kleineren Händler kaufen und ihn mit der Partitionierung beauftragen. Sie können dann den neuen PC natürlich nicht gleich mitnehmen, sondern müssen in ein paar Tagen wieder vorbeischauen.
    Wenn Sie allerdings bei einem der SuperMegaSonderAngebote von Mediamarkt, Saturn, Aldi, Hofer oder dgl. einkaufen, dann müssen Sie das Paket nehmen, wie es ist - und das ist immer ein einsames Laufwerk C:\, auf dem das Betriebssystem sowie das gesamte mitgelieferte Softwarepaket bereits installiert ist!
  • Aber es gibt ja noch Plan B: Während für die zuvor genannte Variante keine eigene Software benötigt wird (es genügt die Windows-CD), ist es mit Hilfe geeigneter Programme (z.B. Partition Magic von Symantec oder Acronis Disk Director Suite) möglich, auch Festplatten zu teilen, die bereits Daten enthalten, ohne den Bestand dieser Daten zu gefährden.

Aber wie auch immer: Wenn Sie ein absoluter Laie sind und den Unterschied zwischen Festplatte und Grillplatte nur ansatzweise kennen, erstere aber dennoch partitionieren (oder letztere doch portionieren?) möchten, ist es dringend anzuraten, dass Sie sich an Ihren "Guru" oder - in Ermangelung eines solchen - an einen kleinen Fachhändler in der Nähe wenden.
Unsere Mitglieder ahnen es schon: Auch bei uns werden Sie geholfen...

 

 

Einbau einer zweiten Festplatte oder externe USB-Festplatte

Die Anschaffung einer zweiten Festplatte für die Datensicherung ist die sicherste und komfortabelste Lösung für den Computeralltag.
Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie sich für eine externe (USB) Lösung!

Über die Preise zu sprechen, wird hier nicht allzuviel bringen, da diese je nach Hersteller, Qualität, Geschwindigkeit usw. sich permanent (nach unten!) verändern. Auch wird es immer schwieriger, "kleine" Festplatten (Speicherkapazität kleiner als 60 GigaByte) überhaupt noch aufzutreiben.
Und durch diverse Sonderaktionen bei Aldi, Lidl, Hofer u. & können diese Preise noch einmal gewaltig durcheinandergewirbelt werden!

Daher hier nur ein paar "Hausnummern" (Stand Dezember 2009):

  • Interne (eingebaute) Festplatte 160 GB: 35,00 - 50,00 Euro
  • Externe (USB 2.0) Festplatte 160 GB: 40,00 - 70,00 Euro.

Und diesen Preis sollte Ihnen die Sicherheit Ihrer Daten doch wert sein, - oder?


Hier die Vor- und Nachteile der internen oder externen Lösung:

  • Interne Platte ist billiger.
    Aber können Sie sie selbst einbauen? Und wenn nein, - was kostet das?
    (Nicht überall kommen Sie - so wie die Mitglieder der Telewerkstatt Leutschach - mit ca. € 15,00 davon! Natürlich nur, wenn Sie den Computer und die Festplatte in unser Büro bringen!)
  • Interne Platte benötigt keinen Platz am Schreibtisch, keine Verkabelung und verbraucht keine USB-Schnittstelle.
    Letzteres ist bei älteren Computern mit nur zwei USB-Schnittstellen oft essentiell. Oder wollen Sie jedesmal Ihren Drucker / Scanner abstecken, um die externe Festplatte anstecken zu können?
    Oder die externe Festplatte abstecken, um einen USB-Stick anstecken zu können?
  • Andererseits können Sie die externe Festplatte problemlos abstecken und beispielsweise in einem anderen Raum (Nebengebäude, Safe, Atombunker, Weinkeller...) lagern, - oder Ihr Prokurist nimmt sie abends mit nach Hause: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Büro und die Wohnung des Prokuristen in der gleichen Nacht abbrennen, ist minimal!
    (Es sei denn, der Prokurist wohnt zufällig über Ihrem Büro... ).
  • Sie können die externe Festplatte aber auch jederzeit an jeden anderen Computer anschließen (Windows XP, Vista oder 7 vorausgesetzt!) und dort Daten speichern, abgleichen oder übernehmen.
 

 

Datensicherung auf einem USB-Stick

Sie sind schon eine feine Sache, diese kleinen Stecker mit einer Speicherkarte, die man einfach am Schlüsselbund mitnehmen und die man bequem wie Festplatten verwalten kann!

Aber ob sie auch als Sicherungsmedium ideal sind, möchten wir bezweifeln:
Ein Stick mit einer Speicherkapazität von 4 GigaByte (GB) kostete im November 2009 an die 16,00 Euro, - das macht 4 Euro pro GB. Und bei kleineren Speicherkapazitäten erhöht sich dieser Preis pro GB noch einmal!
Haben Sie oben den Preis für eine externe Festplatte gelesen? 160 GB um € 40,00 - also bekommen Sie hier 1 GB um 25 Cent, - und das ist doch mehr als ein kleiner Unterschied, nicht wahr?

Natürlich ist es gut möglich, dass Sie bereits einen solchen Stick besitzen und seine Kapazität gar nicht ausnützen. Dann spricht nichts gegen seine Verwendung als Sicherungsmedium!
Ich werfe gerade einen Blick auf die letzte Sicherungsdatei meines Telebanking-Programmes und stelle fest, dass sie eine Größe von ca. 15 MB hat. Auf einem 1 GB-Stick könnte ich also so an die 68 Sicherungen durchführen, ohne eine einzige ältere Sicherung überschreiben zu müssen, - und das ist doch auch schon was!

Dennoch verwende ich dafür lieber meine externe Festplatte. Sie ist wesentlich schneller, und meine Sticks benötige ich natürlich zum Datentransfer, - und da kommen keine sensiblen Daten drauf, denn es kann schon passieren, dass so ein Winzling einmal in einem fremden Computer stecken bleibt, wenn ich wieder gehe...

 

 

Datensicherung durch Brennen auf CD oder DVD

Ideal für alle Ihre Fotos, Filme, Audiodateien u. dgl., aber auch für alle Dateien, die Sie mit Word, Excel u. & erstellt haben!

Brennen Sie einzelne Dateien oder gleich ganze Ordner mitsamt ihrer Unterordner-Struktur, - soferne der Datenträger genug Platz bietet (CD: 700 MB, DVD: 4.900 MB).

Jedoch kaum geeignet für die Sicherung von kaufmännischen Programmen wie PC-Kaufmann, Kellerbuch, Telebanking (ELBA) u. dgl., da diese Programme in der Regel nicht von sich aus auf das Brenner-Laufwerk zugreifen können.

Natürlich könnten Sie auch diese (auf C:\ gespeicherten) Sicherungsdateien auf CD oder DVD brennen, - aber dazu müssen Sie erst einmal wissen, wie diese Dateien heißen und unter welchem Ordner/Unterordner/Unter-Unterordner/... sie gespeichert sind.
Und das herauszufinden ist manchmal nicht ganz einfach, besonders, wenn man sich im Windows Explorer (neue Seite) kaum oder gar nicht auskennt...

Wenn Sie brennen, dann brennen Sie immer im so genannten Multi Session-Modus! Dann werden bei der nächsten Sicherung nur jene Dateien gebrannt, die sich inzwischen geändert haben oder neu hinzugekommen sind. So können Sie die Speicherkapazität der CD oder DVD voll ausnützen.
Der Multi Session-Modus ist bei den mir bekannten Brennprogrammen (Nero, Deep Burner, Feurio, Ashampoo,...) aber ohnehin die Standardeinstellung.

 
 
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5. Welche Daten sollen gesichert werden?

Zunächst natürlich einmal die Daten aller kaufmännischen Programme, mit denen Sie arbeiten (Mandanten, Kontenbewegungen, Lagerbestände...).
In diesen Programmen werden Sie in der Regel zum Sichern aufgefordert. Achten Sie dabei aber auf den vorgeschlagenen Pfad: Auf welchem Laufwerk und in welchem Ordner erfolgt die Sicherung? (Den vorgeschlagenen Dateinamen sollten Sie allerdings nicht verändern!)

Wie unter Punkt 3 bereits besprochen, sind Sicherungen auf dem Laufwerk C:\ kaum als solche zu bezeichnen; der Pfad sollte also keinesfalls mit C:\ beginnen!
Sie sollten daher im Windows Explorer auf einem anderen Datenträger zunächst einen Ordner erstellen und dann beim Sichern den Pfad auf diesen Datenträger / diesen Ordner (roter Pfeil in der folgenden Abbildung) ändern. In den meisten Programmen wird Ihnen auch die Möglichkeit geboten, das Laufwerk und den Ordner auf Ihrem System zu suchen und durch Doppelklicken auszuwählen (blauer Pfeil):

Pfad für die Sicherung festlegen

Natürlich können wir Ihnen hier keine Universalrezeptur zur Verfügung stellen, denn es gibt eben derlei Programme wie Sand am Meer. Falls Sie Probleme haben, sollten Sie doch auch einmal die Hilfe-Funktion des betreffenden Programmes zu Rate ziehen.

Im Zweifelsfall - und wenn auf Ihrem Sicherungslaufwerk genügend Platz zur Verfügung steht - könnte es durchaus sinnvoll sein, gleich den ganzen Ordner, in dem sich das betreffende Programm befindet, von Zeit zu Zeit zu sichern.
Wenn Sie dann im Notfall auch nicht selbst draufkommen, in welchen Dateien denn nun die für Sie wichtigen Daten gespeichert sind, dann kann Ihnen Ihr Guru oder ein Fachhändler sicherlich helfen.


Des weiteren sollten Sie alle Eingaben, Einstellungen und Änderungen sichern, die Sie in den verschiedenen Programmen vorgenommen haben. Die wichtigsten zählen wir hier auf:

  • Den gesamten E-Mail-Verkehr.
    Wenn Sie den Speicherort nicht geändert haben, finden Sie ihn im Ordner
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Identities\{53B8759B-870E-48A0-A3CC-6907A7B6827F oder etwas in dieser Art}\Microsoft\Outlook Express
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)
    Sichern Sie den gesamten Ordner Outlook Express mit allen in ihm enthaltenen Dateien.

  • Das Adressbuch mit allen von Ihnen eingetragenen E-Mail-Adressen.
    Sie finden es im Ordner
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Anwendungsdaten\Microsoft\Address Book\*.wab
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)
    Sichern Sie den gesamten Ordner Adress Book.
    Bei unseren Tipps & Tricks zu Outlook Express finden Sie Näheres zum Speicherort der OE-Dateien sowie Hinweise zum Sichern dieser Dateien.

  • Änderungen des Wörterbuches, die Sie im Programm MS WORD vorgenommen haben, soferne diese für Sie von Bedeutung sind. (Es geht hier um jene Wörter, die Sie dem Wörterbuch bereits hinzugefügt haben.)
    Die Datei heißt BENUTZER.DIC und Sie finden sie unter
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Anwendungsdaten\Microsoft\Proof.
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)

  • Änderungen der Symbolleiste oder der Menüs, die Sie im Programm MS WORD vorgenommen haben, soferne diese für Sie von Bedeutung sind.
    Die Datei, in der diese Einstellungen gespeichert werden, heißt Normal.dot und ihr Speicherort ist
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Anwendungsdaten\Microsoft\Vorlagen.
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)

  • Änderungen der Symbolleiste oder der Menüs, die Sie im Programm MS EXCEL vorgenommen haben, soferne diese für Sie von Bedeutung sind.
    Die Datei, in der diese Einstellungen gespeichert werden, heißt Excelxx.xlb (xx ist eine versionsabhängige Ziffer) und ihr Speicherort ist
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Anwendungsdaten\Microsoft\Excel oder im dort vorhandenen Unterordner XLSTART.
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)

  • Und zu guter Letzt sollten Sie natürlich alle jene Dateien sichern, die Sie selbst mit einem der Programme erstellt oder auf Ihren PC kopiert haben und die für Sie von irgendeiner Bedeutung sind! Das können WORD- oder EXCEL-Dateien genau so sein wie Bilder, Grafiken, Fotos, Musiknummern oder was auch immer.
    Diese Dateien befinden sich in den meisten Fällen im Ordner Eigene Dateien. Dieser lässt sich jedoch nur über Umwege kopieren:
    C:\Dokumente und Einstellungen\user\Eigene Dateien
    ("user" ist jener Benutzername, mit dem Sie bei Windows angemeldet sind.)
    Sichern Sie in regelmäßigen Abständen den gesamten Ordner Eigene Dateien.

  • Haben Sie allerdings eine eigene Ordnerhierarchie eingerichtet, in der Sie Ihre persönlichen Daten speichern, dann müssen Sie selbstverständlich die betreffenden Ordner sichern, - aber das wird Ihnen sicherlich längst klar sein...

Am einfachsten wäre es natürlich, wenn Sie in regelmäßigen Abständen den gesamten Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\User auf das Sicherungslaufwerk kopieren könnten! Dann könnten Sie sicher sein, jederzeit auf alle persönlichen Einstellungen inklusive E-Mail -Verkehr und -Adressen sowie alle Daten im Ordner Eigene Dateien zurückgreifen zu können!

Warum "wäre"?
Nun, - leider befinden sich in diesem Ordner einige Dateien, die von Windows gerade verwendet werden. Der Kopiervorgang wird sofort abgebrochen, sobald die erste dieser Dateien kopiert werden soll.

Abhilfe kann hier aber ein Backup-Programm schaffen: Die gerade in Verwendung stehenden Dateien können zwar auch nicht gesichert werden, aber das Backup wird deshalb nicht abgebrochen, sondern läuft ganz normal weiter, - und alle für Sie wichtigen Dateien sind mit einem Schlag gesichert.
Im nächsten Absatz finden Sie ein solches Programm.

 
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6. Datensicherung mit Hilfe eines Backup-Programmes

Nehmen wir folgendes Szenario an:

Sie haben auf dem Laufwerk C:\ einen Ordner eingerichtet, in dem Sie alle Ihre Digitalfotos speichern. Naheliegend wird dieser Ordner Fotos heißen. Um nicht nach wenigen Monaten Kraut und Rüben durcheinander vorzufinden, errichten Sie im Fotos-Ordner Unterordner, beispielsweise Urlaub, Hochzeit Marianne, Bergtouren, Familie usw. Und im Unterordner Urlaub (aber nicht nur in diesem!) haben Sie weitere Unter-Unterordner eingerichtet, beispielsweise 2005 Kreta, 2006 Antalya, 2007 Las Palmas, 2008 Tunesien usw. (Gratuliere, - Sie kommen ganz schön herum! )
Zum Sichern kopieren Sie nun den gesamten Ordner Fotos auf eine externe Festplatte, - nehmen wir an, diese hat den Laufwerksbuchstaben E:\. Das kann ganz schön lange dauern, denn Sie haben hunderte, wenn nicht tausende Fotos.
(Hab' grad mal bei mir nachgesehen und gestaunt: Der Ordner Fotos ist 4,1 GB groß, in ihm befinden sich 520 Unterordner und 11.564 Dateien. Nicht schlecht, was? Der Kopiervorgang dauert in diesem Fall - je nach der Rechengeschwindigkeit des Prozessors - an die zehn Minuten.)
Während des Kopierens können Sie an Ihrem PC kaum etwas anderes arbeiten, da der Kopiervorgang die gesamte Rechenleistung für sich beansprucht.

OK, - Ihre Fotos sind vorerst einmal gesichert! Nach einigen Monaten aber ist der Fotos-Ordner auf C:\ wieder größer geworden, denn Sie haben ja weiter fleißig fotografiert und gespeichert, - aber nicht gesichert...
Und vielleicht haben Sie auch einige der vorhandenen Fotos wieder gelöscht, da sie eh nicht so besonders gut gelungen waren.
Um die Sicherung auf E:\ wieder auf den neuesten Stand zu bringen, müssen Sie nun wieder den gesamten Fotos-Ordner auf das externe Laufwerk kopieren, denn Sie wissen natürlich im Einzelnen nicht mehr, was inzwischen hinzu- und was weggekommen ist.
Und jetzt geht die endlose Kopiererei wieder von Neuem los! (Und das ist wohl auch der Grund, warum man das Sichern immer wieder auf die lange Bank schiebt...)

In genau diesen Fällen kann ein Backup-Programm seine Stärke ausspielen:

Ein Backup-Programm sichert zunächst einmal den gesamten Datenbestand des ausgesuchten Ordners. Bei jedem weiteren Backup vergleicht es jedoch die zu sichernden Dateien auf dem Quell-Laufwerk (in unserem Fall C:\) mit den schon vorhandenen Dateien auf dem Ziel-Laufwerk (hier also E:\) und kopiert nur jene Dateien, die inzwischen neu hinzugekommen oder die inzwischen bearbeitet worden sind (in unserem Fall etwa mit einem Bildbearbeitungsprogramm), also deren Größe und/oder Datum sich inzwischen geändert hat.
Es kann auf dem Sicherungs- (= Ziel-) Laufwerk auch jene Dateien löschen, die inzwischen vom Quell-Laufwerk gelöscht wurden.

Der Sicherungsvorgang dauert also nur beim ersten Mal sehr lange, bei jeder weiteren Sicherung erspart man sich eine ganze Menge an Zeit!

Es gibt zahlreiche kommerzielle Backup-Programme. Aber wir wollen Ihnen möglichst nur kostenlose Programme anbieten, die trotzdem gut sind, einfach zu handhaben, - und die es in deutscher Sprache gibt. Und da mussten wir ziemlich lange suchen und herum probieren!

Unsere Empfehlung:

Sie finden das Programm bei unseren Downloadempfehlungen, dort ist es auch genau beschrieben. Folgen Sie einfach dem oben stehenden Link.


Abschließend empfehlen wir Ihnen die Lektüre der gut verständlich geschriebenen Ausführungen zum Thema Datensicherung beim Deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie!
(Achten Sie darauf, dass Sie sich im Menü (links) zu den grün hinterlegten Abschnitten durchklicken müssen.)

 
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich! Haben Sie Anregungen für weitere Themen? Nur zu: Rufen Sie unser Gästebuch auf und reden Sie mit!

Haben Sie Probleme oder brauchen Sie weiterführende Informationen? Schicken Sie ein Mail oder rufen Sie an, – in den meisten Fällen können wir helfen!
Öffnungszeiten, Telefonnummern und dergleichen finden Sie im Impressum unserer Seite!

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