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Insider-Wissen 12

Datensicherung - ein vielfach vernachlässigtes Thema!

Verfasst von Kurt Hartmann, 06.12.06
Aktualisiert 12/07, 11/08, 12/09, 12/10, 10/12, 12/14

1.    Erfahrungen aus dem Alltag: Keine oder sehr trügerische Sicherung
2.    Datenrettung nach dem SuperGAU ist möglich
3.    "Sicherung" auf Laufwerk C:\ - ein offener Safe
4.    Sicherungen müssen sich immer auf einem anderen Datenträger befinden
4.a  Festplatte partitionieren
4.b  Zweite (eingebaute) Festplatte
4.c  Zweite (externe) USB-Festplatte
4.d  USB-Stick
4.e  CD-ROM oder DVD-RW
5.     Welche Daten sollen gesichert werden?
6.    Datensicherung mit Hilfe eines Backup-Programmes

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1. Keine oder sehr trügerische Sicherung

Da sitze ich so in zahlreichen Haushalten und Büros vor zahlreichen Computern und versuche, zahlreiche unterschiedlichste Probleme für die Mitglieder unseres Vereines zu lösen.
Dabei mache ich in ebenso zahlreichen Fällen immer wieder folgende besorgniserregende Beobachtung:

Es gibt entweder gar keine oder eine nur völlig unzureichende Sicherung der wichtigen Daten!

Die Arbeit von Tagen, Wochen, Monaten und Jahren wird in leichtfertigster Weise aufs Spiel gesetzt:

  • Der gesamte Schriftverkehr von Jahren,
  • liebevoll gestaltete Einladungen, Speisekarten, Flugblätter, Visitenkarten u. dgl.,
  • mühsam zusammengetragene Kunden-Datenbanken mit hunderten Adressen,
  • unwiederbringliche Fotos (Reisen, Urlaub, Ereignisse in der Familie...),
  • Gigabyte von heruntergeladenen Bildern und Musikstücken,
  • hunderte von E-Mail-Adressen im Adressbuch des Mail-Programmes,
  • sämtliche Daten von Buchhaltungsprogrammen, Kellerbüchern, Telebanking u. dgl.,
  • und, und, und...

... können in einer einzigen Minute verloren sein und neben dem ideellen vor allem auch einen immensen materiellen Schaden verursachen!

Zu viele Computer-Anwender glauben offensichtlich in geradezu kindlich-naiver Weise an ein ewiges Leben des Computers und seiner Komponenten.

Der Fernseher weigert sich eines Tages, weiterhin fernzusehen (ist ja auch kein Wunder bei dem Programmangebot... ) und der Kühlschrank mag auf einmal nicht mehr kühlen, der E-Herd wärmt und der Staubsauger saugt nicht mehr, - alles ganz normal!

Aber eine kaputte Festplatte, - das scheint für (allzuviele!) Anwender im Bereich des Unmöglichen zu liegen.
Und so wird zwar viel gespeichert, - aber wenig gesichert. Und wenn doch, dann häufig mit völlig unzureichenden Mitteln!
Dabei ist doch eine kaputte Festplatte bestimmt eine weitaus größere Katastrophe als ein defekter Staubsauger! Überspannung, Blitzschlag, heftige Erschütterung, Materialermüdung u. dgl. können auch jede Festplatte von einem Augenblick zum anderen Schrott werden lassen. Und - was noch viel häufiger vorkommt! - Computerviren, -würmer und Trojanische Pferde können den Datenbestand so nachhaltig verändern oder zerstören, dass auf ihn nicht mehr zugegriffen werden kann.

 
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2. Datenrettung nach dem SuperGAU ist möglich

Doch eines hier gleich noch vorweg:

Sollte der SuperGAU des völligen Datenverlustes tatsächlich eingetreten sein, dann bestehen immer noch gute Chancen, einen Teil, ja sogar einen Großteil der Daten retten zu können. Dies ist selbst nach Wasserschäden, Bränden und mechanischer Gewalteinwirkung möglich:
Datenrettung, Datenwiederherstellung oder Data Recovery heißen die gleichbedeutenden "Zauberwörter". Es gibt darauf spezialisierte Firmen, die defekte Platten in staubfreien Laboratorien ("Reinräumen") öffnen und mit ebenso speziellen Programmen versuchen, die bereits verloren geglaubten Daten zu rekonstruieren.

Aber das kann teuer werden. Sehr teuer.

Und wird sich für Privatleute so gut wie nie und für Klein- und Mittelbetriebe auch nur in den seltensten Fällen rentieren, denn diese Datenwiederherstellung ist tatsächlich äußerst aufwändig.
Aber die meisten der nachfolgend angeführten Firmen analysieren den defekten Datenträger zunächst und erstellen dem Kunden dann ein Angebot. Sollten Sie einen dieser Dienste benötigen, dann besuchen Sie den betreffenden Internet-Auftritt, suchen dort nach der Telefonnummer und erfahren dann alles über das notwendige Procedere.

Hier ein paar Links zur Datenrettung (für Österreich; keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit!):

attingo
computerrepairs
Datenrettung Austria (GN Data Recovery Group GmbH)
Datenrettung Österreich (CS Global Software / ECS Vision GmbH)
kuert
ontrack

Und hier noch eine Schweizer Firma, die sich auf unserem Gästebuch (Eintrag 257) gemeldet hat:

Datenrettung Schweiz

 
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3. "Sicherung" auf Laufwerk C:\ - ein offener Safe

So an die 95 % aller Rechner, vor denen wir sitzen, verfügen nur über eine (unpartitionierte) Festplatte, nämlich das Laufwerk C:\.
Auf diesem Laufwerk befinden sich dann

  • das Betriebssystem (meist unter C:\Windows\),
  • alle installierten Programme wie Word, Excel, Powerpoint, Adobe Reader, Virenschutz usw., meist unter C:\Programme\, in neueren Windows-Versionen C:\Program Files\ oder C:\Programme (x86)\,
  • und alle Dateien, die man mit einem dieser Programme erstellt oder von anderen Quellen (Digitalkamera, Internet,...) kopiert hat (meist unter C:\Eigene Dateien\ oder unter
    C:\Benutzer\Angemeldeter Benutzer\Dokumente\).

Fast alle Buchhaltungs-, Telebanking- und ähnliche Programme fordern den Anwender in regelmäßigen Abständen auf, die Bestände zu sichern. Da nur diese eine Festplatte vorhanden ist, landen auch diese "Sicherungen" dann meist auf

  • C:\Beliebiger Ordner.

Wenn sich aber eine Sicherungsdatei auf demselben Datenträger wie die Originaldatei befindet, dann ist sie so gut wie wertlos: Sollte dieser Datenträger nämlich aus irgendeinem Grund sein Leben aushauchen, dann sind mit den Originaldaten natürlich auch die "gesicherten" Daten verloren.

Bei dieser Art von Sicherung drängt sich folgender Vergleich auf:
Sie verfügen über ein beträchtliches Vermögen, über teuren Schmuck und ein dickes Paket von Wertpapieren. Wie schön für Sie!
Um das alles gut zu schützen, lassen Sie sich einen Safe einbauen, in dem Sie künftig diese Vermögenswerte aufbewahren. Aber Sie lassen die Safetüre dann stets sperrangelweit offen, - und am besten die Balkontüre gleich dazu.
Ist es das, was Sie unter "Sicherheit" verstehen?

Und sollten Sie jetzt schon mit Begriffen wie C:\Windows oder C:\Eigene Dateien absolut nichts anzufangen wissen, dann sollten Sie zurück an den Start gehen und sich zunächst einmal mit den grundlegendsten Kenntnissen über Datenträger, Ordner und Dateien vertraut machen.
Die Lektüre unserer Tipps und Tricks zum Windows Explorer (neues Fenster) mag zwar etwas mühsam sein, versetzt Sie aber in die Lage, Ihren Computer zu beherrschen - und nicht von ihm beherrscht zu werden!

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4. Sicherungen müssen sich immer auf einem anderen Datenträger befinden

Die folgenden Möglichkeiten stehen uns dabei zur Verfügung:

  • Die Daten werden auf einem USB-Stick geeigneter Größe gesichert.

Mit Ausnahme des Brennens können Sie die zu sichernden Daten einfach auf das Sicherungslaufwerk kopieren. Wie das schnell und einfach geht, können Sie in unseren Tipps zum Windows Explorer nachlesen (neue Seite).

Eine elegantere Lösung bietet die Verwendung eines Backup-Programmes. Im letzten Punkt dieses Artikels kommen wir darauf zurück.


 

Festplatte C:\ partitionieren

Einer geteilten (= partitionierten) Festplatte ist einer ungeteilten prinzipiell der Vorrang zu geben:
Das Betriebssystem und die Programme werden dann auf C:\ installiert, alle selbst erstellten Dateien und alle Sicherungen werden auf D:\ gespeichert.
Müsste dann einmal (beispielsweise wegen eines schweren Virenbefalles) das Laufwerk C:\ formatiert werden (alle vorhandenen Daten werden dabei vollständig gelöscht), dann ist das trotzdem keine Katastrophe: Nach dem Formatieren von C:\ werden das Betriebssystem und alle benötigten Programme neuerlich auf C:\ installiert, - und alle eigenen Arbeiten liegen immer noch sicher und warm auf der D:\ - Partition!

Doch halt:
Sollte die Festplatte C:\ einen so schweren elektrischen oder mechanischen Schaden erlitten haben ("Festplattencrash"), dass man mit ihr gar nicht mehr hochfahren kann, dann hat man das Problem, auch auf die zweite, also die D:\ - Partition (und allfällig vorhandene weitere Partitionen), nicht mehr zugreifen zu können!
In einem solchen Schadensfall könnte man nur noch versuchen, die defekte Platte als zweite Platte an einen funktionierenden Computer anzustecken. In der Regel (aber durchaus nicht in allen Fällen!) erhält man dann den erwünschten Zugriff auf die bestehenden Partitionen der defekten Platte und kann die dort vorhandenen persönlichen Daten auf den "Wirts-Computer" übertragen.
Sie sehen also:
Eine partitionierte Platte ist zwar besser als eine nicht partitionierte, - aber wesentlich mehr Sicherheit bietet eine vollwertige zweite Festplatte; denn dass zwei Platten gleichzeitig ihren Geist aufgeben, - das ist denn doch sehr unwahrscheinlich! (Aber leider natürlich auch nicht ganz auszuschließen, - denken Sie an einen Brand!)

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Festplatte zu partitionieren:

  • Partitionieren einer völlig neuen Festplatte, noch ehe das Betriebssystem (Windows) installiert wird.
    Dieser Möglichkeit ist prinzipiell der Vorzug zu geben; sie besteht aber nur, wenn Sie einen neuen PC bei einem kleineren Händler kaufen und ihn mit der Partitionierung beauftragen. Sie können dann den neuen PC natürlich nicht gleich mitnehmen, sondern müssen in ein paar Tagen wieder vorbeischauen.
    Wenn Sie allerdings bei einem der SuperMegaSonderAngebote von Mediamarkt, Saturn, Aldi, Hofer oder dgl. einkaufen, dann müssen Sie das Paket nehmen, wie es ist - und das ist fast immer ein einsames Laufwerk C:\, auf dem das Betriebssystem sowie das gesamte mitgelieferte Softwarepaket bereits installiert sind!
    (Es gibt zwar Laptop-Hersteller, die eine zweite Partition einrichten, auf der dann die Wiederherstellungs- oder Recovery - Daten gespeichert sind, aber diese zweite Partition ist dann ziemlich klein und daher nicht dafür geeignet, die von Ihnen zu sichernden Daten aufzunehmen.)
  • Aber es gibt ja noch Plan B:
    Während für die zuvor genannte Variante keine eigene Software benötigt wird (es genügt die Windows-Installations-CD), ist es mit Hilfe geeigneter Programme, z.B. Easeus Partition Master Home Edition (kostenlos, aber nur Englisch), Acronis Disk Director Suite (kostenlose Testversion) oder GParted Live (Englisch, kostenlos) möglich, auch Festplatten zu teilen, die bereits Daten enthalten, ohne den Bestand dieser Daten zu gefährden.
Aber wie auch immer: Wenn Sie ein "normaler" Computer-Benutzer sind und den Unterschied zwischen Festplatte und Grillplatte nur ansatzweise kennen, erstere aber dennoch portionieren (oder letztere doch partitionieren?) möchten, ist es dringend anzuraten, dass Sie sich an Ihren "Guru" oder - in Ermangelung eines solchen - an einen kleinen Fachhändler in Ihrer Nähe, der auch Reparaturen durchführt, wenden.
 

 

Einbau einer zweiten Festplatte oder externe USB-Festplatte

Die Anschaffung einer zweiten Festplatte für die Datensicherung ist die sicherste und komfortabelste Lösung für den Computeralltag.
Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie sich für eine externe (USB) Lösung!

Über die Preise zu sprechen, wird hier nicht allzuviel bringen, da diese je nach Hersteller, Qualität, Geschwindigkeit usw. sich permanent (nach unten!) verändern. Auch wird es immer schwieriger, "kleine" Festplatten (Speicherkapazität kleiner als 160 GigaByte) überhaupt noch aufzutreiben.
Und durch diverse Sonderaktionen bei Aldi, Lidl, Hofer u. & können diese Preise noch einmal gewaltig durcheinander gewirbelt werden!

Daher hier nur ein paar "Hausnummern" (Stand Dezember 2014):

  • Interne (eingebaute) Festplatte 500 GB: 40,00 - 70,00 Euro
  • Externe (USB 2.0 oder 3.0) Festplatte 500 GB: 45,00 - 80,00 Euro.

Und diesen Preis sollte Ihnen die Sicherheit Ihrer Daten doch wert sein, - oder?


Hier die Vor- und Nachteile der internen oder externen Lösung:

  • Interne Platte ist etwas billiger.
    Aber können Sie sie selbst einbauen? Und wenn nein, - was kostet das?

  • Interne Platte benötigt keinen Platz am Schreibtisch, keine Verkabelung und verbraucht keine USB-Schnittstelle.
    Letzteres ist allerdings angesichts der preiswerten USB-Hubs auch kein wirkliches Problem mehr: Sie stecken den Hub an eine USB-Schnittstelle, - und schon werden daraus vier bis sechs!
  • Andererseits können Sie die externe Festplatte problemlos abstecken und beispielsweise in einem anderen Raum (Nebengebäude, Safe, Atombunker, Weinkeller...) lagern, - oder Ihr Prokurist nimmt sie abends mit nach Hause: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Büro und die Wohnung des Prokuristen in der gleichen Nacht abbrennen, ist minimal!
    (Es sei denn, der Prokurist wohnt zufällig über Ihrem Büro... ).
  • Sie können die externe Festplatte aber auch jederzeit an jeden anderen Computer anschließen (Windows XP, Vista oder 7/8 vorausgesetzt!) und dort Daten speichern, abgleichen oder übernehmen.
 

 

Datensicherung auf einem USB-Stick

Sie sind schon eine feine Sache, diese kleinen Stecker mit einer Speicherkarte, die man einfach am Schlüsselbund mitnehmen und die man bequem wie Festplatten verwalten kann!

Aber ob sie auch als Sicherungsmedium ideal sind, möchten wir bezweifeln, denn der Preis pro GigaByte ist im Vergleich zu einer internen oder externen Festplatte nach wie vor unverhältnismäßig hoch! Und auch bei der Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben der Daten kommen selbst USB 3.0 - Sticks (besonders die billigen!) an die Zugriffsgeschwindigkeiten von Festplatten nicht annähernd heran.

Natürlich ist es gut möglich, dass Sie bereits einen solchen Stick besitzen und seine Kapazität gar nicht ausnützen. Dann spricht nichts gegen seine Verwendung als Sicherungsmedium!
(Ich werfe gerade einen Blick auf die letzte Sicherungsdatei meines Telebanking-Programmes und stelle fest, dass sie eine Größe von ca. 15 MB hat. Auf einem nur 1 GB "großen" Stick könnte ich also an die 68 Sicherungen durchführen, ohne eine einzige ältere Sicherung überschreiben zu müssen, - und das ist doch auch schon was!)

Dennoch verwende ich dafür lieber meine externe Festplatte. Sie ist wesentlich schneller, und meine Sticks benötige ich natürlich zum Datentransfer, - und da kommen keine sensiblen Daten drauf, denn es kann schon passieren, dass so ein Winzling einmal in einem fremden Computer stecken bleibt, wenn ich wieder gehe...

 

 

Datensicherung durch Brennen auf CD oder DVD

Ideal für alle Ihre Fotos, Filme, Audiodateien u. dgl., aber auch für alle Dateien, die Sie mit Word, Excel u. & erstellt haben!

Brennen Sie einzelne Dateien oder gleich ganze Ordner mitsamt ihrer Unterordner-Struktur, - soferne der Datenträger genug Platz bietet (CD: 700 MB, DVD: 4.900 MB).

Jedoch kaum geeignet für die Sicherung von kaufmännischen Programmen wie PC-Kaufmann, Kellerbuch, Telebanking (ELBA) u. dgl., da diese Programme in der Regel nicht von sich aus auf das Brenner-Laufwerk zugreifen können.

Natürlich könnten Sie auch diese (auf C:\ gespeicherten) Sicherungsdateien auf CD oder DVD brennen, - aber dazu müssen Sie erst einmal wissen, wie diese Dateien heißen und unter welchem Ordner/Unterordner/Unter-Unterordner/... sie gespeichert sind.
Und das herauszufinden ist oftmals gar nicht so einfach, besonders, wenn man sich im Windows Explorer (neue Seite) kaum oder gar nicht auskennt...

Wenn Sie brennen, dann brennen Sie immer im so genannten Multi Session-Modus! Dann werden bei der nächsten Sicherung nur jene Dateien gebrannt, die sich inzwischen geändert haben oder neu hinzugekommen sind. So können Sie die Speicherkapazität der CD oder DVD voll ausnützen.
Der Multi Session-Modus ist bei den mir bekannten Brennprogrammen (Nero, Deep Burner, Feurio, Ashampoo,...) aber ohnehin die Standardeinstellung.

 
 
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5. Welche Daten sollen gesichert werden?

Zunächst natürlich einmal die Daten aller kaufmännischen Programme, mit denen Sie arbeiten (Mandanten, Kontenbewegungen, Lagerbestände...).
In diesen Programmen werden Sie in der Regel zum Sichern aufgefordert. Achten Sie dabei aber auf den vorgeschlagenen Pfad: Auf welchem Laufwerk und in welchem Ordner erfolgt die Sicherung? (Den vorgeschlagenen Dateinamen sollten Sie allerdings nicht verändern!)

Wie unter Punkt 3 bereits besprochen, sind Sicherungen auf dem Laufwerk C:\ kaum als solche zu bezeichnen; der Pfad sollte also keinesfalls mit C:\ beginnen!
Sie sollten daher im Windows Explorer auf einem anderen Datenträger zunächst einen Ordner erstellen und dann beim Sichern den Pfad auf diesen Datenträger / diesen Ordner (roter Pfeil in der folgenden Abbildung) ändern. In den meisten Programmen wird Ihnen auch die Möglichkeit geboten, das Laufwerk und den Ordner auf Ihrem System zu suchen und durch Doppelklicken auszuwählen (blauer Pfeil):

Pfad für die Sicherung festlegen

Natürlich können wir Ihnen hier keine Universalrezeptur zur Verfügung stellen, denn es gibt eben derlei Programme wie Sand am Meer. Falls Sie Probleme haben, sollten Sie doch auch einmal die Hilfe-Funktion des betreffenden Programmes zu Rate ziehen.

Im Zweifelsfall - und wenn auf Ihrem Sicherungslaufwerk genügend Platz zur Verfügung steht - könnte es durchaus sinnvoll sein, gleich den ganzen Ordner, in dem sich das betreffende Programm befindet, von Zeit zu Zeit zu sichern.
Wenn Sie dann im Notfall auch nicht selbst draufkommen, in welchen Dateien denn nun die für Sie wichtigen Daten gespeichert sind, dann kann Ihnen Ihr Guru oder ein Fachhändler sicherlich helfen.


Des weiteren sollten Sie alle Eingaben, Einstellungen und Änderungen sichern, die Sie in den verschiedenen Programmen vorgenommen haben.
Die wichtigsten zählen wir hier auf. WO Sie diese Dateien allerdings finden, - das können wir hier keinesfalls erläutern: Viel zu groß sind die Zahlen und diversen Versionen der einschlägigen Programme!

  • Den gesamten E-Mail-Verkehr.

  • Das Adressbuch mit allen von Ihnen eingetragenen E-Mail-Adressen.

  • Änderungen des Wörterbuches, die Sie im Programm MS WORD oder eines anderen Textverarbeitungsprogrammes vorgenommen haben, soferne diese für Sie von Bedeutung sind.
    (Es geht hier um jene Wörter, die Sie dem Wörterbuch bereits hinzugefügt haben.)

  • Änderungen der Symbolleisten oder der Menüs, die Sie in einem der Office-Programme vorgenommen haben, soferne diese für Sie von Bedeutung sind.

  • Und zu guter Letzt sollten Sie natürlich alle jene Dateien sichern, die Sie selbst mit irgendeinem Programm erstellt oder auf Ihren PC kopiert haben und die für Sie von Bedeutung sind! Das können WORD- oder EXCEL-Dateien genau so sein wie Bilder, Grafiken, Fotos, Musiknummern oder was auch immer.
 
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6. Datensicherung mit Hilfe eines Backup-Programmes

Nehmen wir folgendes Szenario an:

Sie haben auf dem Laufwerk C:\ einen Ordner eingerichtet, in dem Sie alle Ihre Digitalfotos speichern. Naheliegend wird dieser Ordner "Fotos" heißen. Um nicht nach wenigen Monaten Kraut und Rüben durcheinander vorzufinden, errichten Sie in diesem "Fotos"-Ordner Unterordner, beispielsweise "Urlaub", "Hochzeit Marianne", "Bergtouren", "Familie" usw.
Und im Unterordner "Urlaub" (aber nicht nur in diesem!) haben Sie weitere Unter-Unterordner eingerichtet, beispielsweise "2005 Kreta", "2006 Spitzbergen", "2007 Las Palmas", "2008 Tunesien" usw. (Gratuliere, - Sie kommen ganz schön herum! )
Zum Sichern kopieren Sie nun den gesamten Ordner Fotos auf eine externe Festplatte, - nehmen wir an, diese hat den Laufwerksbuchstaben E:\. Das kann ganz schön lange dauern, denn Sie haben hunderte, tausende Fotos.

(Hab' grad mal bei mir nachgesehen und gestaunt: Der Ordner Fotos ist 26,5 GB groß, in ihm befinden sich 831 Unterordner und 19.906 Dateien. Nicht schlecht, was? Wie kann man nur so viel fotografieren?
Der Kopiervorgang von Festplatte zu Festplatte dauert in diesem Fall - je nach der Rechengeschwindigkeit des Prozessors - an die zehn Minuten; von der Festplatte auf einen USB 3.0-Stick bis zu einer Stunde.)

Während des Kopierens können Sie an Ihrem PC kaum etwas anderes arbeiten, da der Kopiervorgang nahezu die gesamte Rechenleistung für sich beansprucht.

OK, - Ihre Fotos sind vorerst einmal gesichert! Nach einigen Monaten aber ist der Fotos-Ordner auf C:\ wieder größer geworden, denn Sie haben ja weiter fleißig fotografiert und gespeichert, - aber nicht gesichert...
Und vielleicht haben Sie auch einige der vorhandenen Fotos wieder gelöscht, da sie eh nicht so besonders gut gelungen waren.
Um die Sicherung auf E:\ wieder auf den neuesten Stand zu bringen, müssen Sie nun wieder den gesamten Fotos-Ordner auf das externe Laufwerk kopieren, denn Sie wissen natürlich im Einzelnen nicht mehr, was inzwischen hinzu- und was weggekommen ist.
Und jetzt geht die endlose Kopiererei wieder von Neuem los! (Und das ist wohl auch der Grund, warum man das Sichern immer wieder auf die lange Bank schiebt, - bis es zu spät ist...!)

In genau diesen Fällen kann ein Backup-Programm seine Stärke ausspielen:

Ein Backup-Programm sichert zunächst einmal den gesamten Datenbestand des ausgesuchten Ordners. Bei jedem weiteren Backup vergleicht es jedoch die zu sichernden Dateien auf dem Quell-Laufwerk (in unserem Fall C:\) mit den schon vorhandenen Dateien auf dem Ziel-Laufwerk (hier also E:\) und kopiert nur jene Dateien, die inzwischen neu hinzugekommen oder die inzwischen bearbeitet worden sind (in unserem Fall etwa mit einem Bildbearbeitungsprogramm), also deren Größe und/oder Datum sich inzwischen geändert hat.
Es kann auf dem Sicherungs- (= Ziel-) Laufwerk auch jene Dateien löschen, die inzwischen vom Quell-Laufwerk gelöscht wurden.

Der Sicherungsvorgang dauert also nur beim ersten Mal sehr lange, bei jeder weiteren Sicherung erspart man sich dann aber eine ganze Menge an Zeit, und ist trotzdem immer up to date!

Es gibt zahlreiche kommerzielle und wenige kostenlose Backup-Programme. Jahrelang haben wir versucht, Ihnen das jeweils beste Gratis-Programm vorzustellen, seine Handhabung exakt zu beschreiben, und das Programm zum Download zu verlinken.
Das war zwar sehr nett von uns , - aber auch ziemlich blöd ! Denn so gut wie alle dieser Programme waren nach wenigen Jahren entweder kostenpflichtig - oder aus dem Internet ganz einfach wieder verschwunden.
Sie müssen also selbst aktiv werden - und Dr. Google um Rat fragen...


 
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Wir hoffen, Sie über die Thematik ausreichend und verständlich informiert zu haben.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Über ein Echo in Form eines Gästebucheintrages würden wir uns sehr freuen, - sowohl positiver als auch kritischer Art, alles ist für uns nützlich! Haben Sie Anregungen für weitere Themen? Nur zu: Rufen Sie unser Gästebuch auf und reden Sie mit!

Haben Sie Probleme oder brauchen Sie weiterführende Informationen? Schicken Sie ein Mail oder rufen Sie an, – in den meisten Fällen können wir helfen!
Öffnungszeiten, Telefonnummern und dergleichen finden Sie im Impressum unserer Seite!

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