2. Blue Screen
Der Blue Screen, scherzhaft-makaber auch Blue Screen of Death (BSoD = Blauer Bildschirm des Todes) genannt, mit dem berüchtigten dunkelblauen Bildschirm, mit einer kryptischen Fehlermeldung, bei der der durchschnittliche Anwender nur "Bahnhof" versteht und einigen noch unverständlicheren Hexadezimal-Adressen, ist unverkennbar:
Der gefürchtete - und bei neueren Geräten glücklicherweise kaum noch auftretende - Blue Screen ist kein Programm-Absturz im üblichen Sinn, sondern verweist auf einen Hardware- bzw. Treiberfehler oder auf die Überlastung einer Hardware-Komponente (Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte...) und tritt häufig bei komplexen Spielen auf. Aber auch die Überhitzung des Prozessors durch unzureichende Kühlung (stark verschmutzter Lüfter) ist häufig die Ursache.
Wie auch immer: Das Betriebssystem wurde angehalten, Sie haben keine Chance, wieder zu Ihrer letzten Tätigkeit zurück zu gelangen, und alles, was bis zu diesem Zeitpunkt nicht gespeichert war, ist verloren.
Halt: nicht ganz! Viele Programme speichern in regelmäßigen Abständen und ganz ohne unser Zutun die bisherige Arbeit, z. B. die Microsoft-Programme WORD und EXCEL oder legen bei jedem neuen Speichern eine Kopie der zuletzt gespeicherten Fassung an, z. B. CorelDraw.
Alles was Sie im Falle eines Blue Screens tun können, ist, den Computer auszuschalten oder einen so genannten Warmstart einzuleiten, - in jedem Fall ihn also "abzuwürgen".
Sollten Sie immer wieder von solchen Blue Screens heimgesucht werden, müssen Sie wohl kompetente Hilfe in Anspruch nehmen, denn es ist gar nicht so einfach, den Gründen auf die Schliche zu kommen: Nur der Fachmann kann mit Hilfe der Fehlermeldung den Kreis der potentiellen Verursacher einengen und dann die entsprechende(n) Hardware-Komponente(n) austauschen bzw. neuere Treiber herunterladen und installieren.
Hier eine Auswahl der möglichen STOP-Gründe, scrollen Sie auf der verlinkten Seite ein wenig nach unten, - aber nur, wenn Sie gute Nerven haben... |
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3.Taskmanager
Der Rechner steht. Der Bildschirm ist "eingefroren". Und nichts geht mehr. Rien ne va plus.
Man sagt dazu auch: das Programm (oder der Computer) "hat sich aufgehängt", - und so manch ein genervter Windows-Benutzer soll schon ernsthaft in Betracht gezogen haben, sich dasselbe nun auch selbst anzutun:

Davon raten wir aber eher ab.
Robustere Typen könnten versucht sein, es mit Brachialmethoden zu versuchen:

Das wird allerdings auch nur in den seltensten Fällen helfen.
Die Ursachen derartiger Abstürze können ebenso mannigfaltig sein wie die des Blue Screens - und sie treten wesentlich häufiger auf als dieser.
Es kann an der Software liegen:
- Ein Programm hat Fehler in der Programmierung.
- Ein Programm ist schon sehr alt, es wurde noch für Windows 98 oder 95, oder gar noch ältere Versionen bis hin zu DOS geschrieben.
(Aber man hängt eben an ihnen, weil man sie schon ewig verwendet und dementsprechend gut kennt.)
- Ein Programm benötigt einen bestimmten Codec (Player, Spiele, 3D-Animationen), der nicht vorhanden ist. (Nähere Informationen für technisch Interessierte bei Wikipedia.)
- Es sind einfach zu viele (ressourcenraubende) Programme gleichzeitig geöffnet, aber damit sind wir dann ja eigentlich schon beim Thema
Es kann auch an der Hardware liegen:
- Es sind vor allem komplex und aufwendig programmierte Spiele, denen diverse Hardware-Komponenten (Prozessor, Grafikkarte) nicht mehr gewachsen sind, die zu warm werden und daher in die Knie gehen.
Es können hier aber keine konkreten zulässigen Höchsttemperaturwerte angegeben werden, da diese je nach Hersteller und Leistungsfähigkeit der Prozessoren stark schwanken.
- Diese Überforderung kann auch dann auftreten, wenn Sie Videos schneiden oder wenn sehr viele (rechenintensive) Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind.
- Mit Hilfe eines Diagnose-Programmes, beispielsweise Everest Home Edition oder PC Wizard 2010 (beide deutsch, beide kostenlos) können Sie einerseits feststellen, welcher Prozessor (CPU) und welche Grafikkarte (GPU) in Ihrem Computer eingebaut sind. Das Programm zeigt Ihnen aber auch die Temperaturen dieser Komponenten (Everest: Menüpunkt > Computer > Sensoren; PC Wizard: Im linken Bereich unter "Hardware" auf das letzte Symbol mit der Mess-Skala klicken). Nun können Sie recht einfach nach den empfohlenen bzw. erlaubten Temperaturen dieser Komponenten googeln und sie mit den in Ihrem Computer aufgetretenen Werten vergleichen.
Im Fall eines eingefrorenen Bildschirmes oder eines Programmes, das man einfach nicht mehr los wird, sollten Sie zunächst versuchen, den Taskmanager zu öffnen, mit seiner Hilfe den Verursacher dieses Absturzes zu finden und das betreffende Programm zu beenden. Wenn allerdings auch die Tastatur nicht mehr reagiert und der Taskmanager daher nicht aufgerufen werden kann, dann bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig, als die Windows-Sitzung unsanft zu beenden (siehe 4. Computer "abwürgen").
Der Taskmanager wird auf folgende Art aufgerufen:
Drücken Sie auf die Strg-Taste (Ctrl-Taste) und halten Sie diese gedrückt, dann auf die Shift-Taste (ebenfalls gedrückt halten) und zuletzt auf die Esc-Taste, dann lassen Sie sofort alle drei Tasten gleichzeitig wieder los. Nun öffnet sich der Taskmanager und Sie befinden sich (hoffentlich!) in der Registerkarte Anwendungen.
Unser weiteres Vorgehen hängt nun davon ab, ob die Maus noch funktioniert - oder ob sie sich diskret verabschiedet hat.
Maus funktioniert:
Wenn beim Aufruf des Taskmanagers nicht die Registerkarte Anwendungen ausgewählt ist, dann klicken Sie diese zunächst an. Alle zur Zeit geöffneten Anwendungen werden Ihnen jetzt angezeigt - und eine (oder mehrere) von diesen ist abgestürzt.

1: Registerkarte Anwendungen
2: Abgestürzte Anwendungen haben den Status "Reagiert nicht" oder "Keine Rückmeldung"
3: Markieren Sie die nicht reagierende Anwendung mit einem Mausklick und beenden Sie den Task. |
Wenn es sich allerdings um das Gegenteil handelt, also um ein Programm, das - kaum haben wir es beendet - immer wieder aufpoppt, dann werden Sie vergeblich nach einer Statusanzeige "Keine Rückmeldung" suchen, denn das betreffende Programm wird ja ausgeführt - und wie!
In diesem Fall markieren Sie natürlich das Programm, dessen Namen Sie ja kennen und beenden es ebenfalls. |

Häufig erfolgt eine Sicherheitsabfrage, - klicken Sie einfach auf Sofort beenden und schließen Sie dann den Taskmanager (5). Nun sollten Sie am Computer ganz normal weiter arbeiten können.
Maus funktioniert nicht:
Wenn nach dem Aufruf des Taskmanagers nicht die Registerkarte Anwendungen aktiv ist, haben Sie keine Möglichkeit, zu dieser Registerkarte zu wechseln.
Drücken Sie in diesem Fall auf die oben beschriebene Weise eine weitere Tastenkombination, nämlich Strg + Alt + Entf (das ist nur mit zwei Händen zu schaffen!) und dann auf Alt + H zum Herunterfahren. Im Fenster Windows herunterfahren können Sie mit den Pfeiltasten aussuchen, ob Sie ganz herunterfahren oder den Computer gleich wieder neu starten wollen. Schließen Sie Ihre Auswahl mit der RETURN-Taste ab.
Sollten Sie sich nach dem Aufruf des Taskmanagers in der richtigen Registerkarte (Anwendungen) befinden, dann können Sie abgestürzte Anwendungen auch ohne Maus beenden:
Mit den Pfeiltasten (hinunter - hinauf) können Sie das abgestürzte Programm markieren und den betreffenden Task dann mit der Tastenkombination Alt + T beenden (s. Nr. 4 in der Abbildung weiter oben).
Auch eine eventuell auftauchende Sicherheitsabfrage kann ohne Maus mit einer Tastatureingabe, nämlich Alt + B, quittiert werden.
Abschließend beenden Sie den Taskmanager:
Mit der Tastenkombination Alt + D öffnen Sie das Menü Datei, dann drücken Sie auf B für Beenden (diesmal ohne die Alt-Taste). Als Alternative können Sie mit der Pfeiltaste nach unten auf Beenden fahren und dann ein RETURN eingeben.

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4. Computer "abwürgen"
Wenn nichts, aber schon absolut nichts mehr geht (keine Tastatur, keine Maus, kein Nix!), dann sind Sie gezwungen, zum letztmöglichen Mittel zu greifen, nämlich den Computer einfach auszuschalten:
- Drücken Sie auf denselben Taster, mit dem Sie ihn einschalten (hochfahren); meistens müssen Sie ihn aber vier bis fünf Sekunden gedrückt halten, ehe die Abschaltung erfolgt.
- Oder machen Sie einen so genannten Warmstart. Das geht nur, wenn der PC über eine Reset-Taste verfügt, das ist ein kleinerer Taster, meist in der Nähe des Hauptschalters: Einmal kurz antippen - und schon startet der Computer neu.
Laptops verfügen in der Regel über keine Reset-Taste.
- Beide Methoden sind nur die letzte Möglichkeit: Der Computer wird "abgewürgt" oder "abgestochen", womit ausgedrückt wird, dass Windows nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wird, was dieses ganz und gar nicht mag. Aber wenn's nicht anders geht, haben wir keine andere Wahl.
- Möglicherweise erscheint beim nächsten Hochfahren ein Ihnen bisher unbekannter schwarzer Bildschirm mit weißer Schrift, auf dem Ihnen mehrere Variationen des Hochfahrens angeboten werden. Mit den Pfeiltasten können Sie in diesem Boot-Menü auf- und ab navigieren und mit der RETURN-Taste treffen Sie abschließend Ihre Wahl.
Falls vorhanden, wählen Sie Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration, ansonsten Windows normal starten.
PS:
Nachdem wir eingangs schon vom Bildschirm des Todes gesprochen haben, eingefroren sind und uns aufgehängt haben, zwischendurch dann en passant ganz locker einen Affengriff angewendet haben, wurde jetzt abschließend auch noch abgewürgt und abgestochen. Pfui!
Unsere zahlreichen Leser in Deutschland befleißigen sich sicherlich einer weitaus sensibleren Wortwahl, aber ein drastisches Thema verleitet sicherlich auch zu einer drastischen Sprache - und wir hier in Österreich sind eben ein derbes Älpler-Volk.
Und wenn Sie uns dabei auch noch hören könnten (eigfroan, aufkhänkt, Offmgriff, ohgwiagt und ohgschtouchn), dann würden Sie künftig sicherlich ganz die Hände von diesem Blechtrouttl lassen...
Wir stehen jedenfalls nicht an, uns zu entschuldigen, sollten wir Ihr zart besaitetes Gemüt in Angst und Schrecken versetzt haben und werden uns künftig um einen aristokratischeren Wortschatz bemühen. Versprochen!
Bleiben Sie uns gewogen...
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