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VIREN: Definition und Wirkungsweise Dies ist tatsächlich nur eine Definition! Wie Sie sich vor Viren schützen können, lesen Sie in unserem ausführlichen Insider-Artikel über diese Plagegeister (neue Seite). Eigentlich ist zwischen vier Arten von "Viren" zu unterscheiden: Viren, Würmer, Trojaner und Hoaxes. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch für alle Arten meist nur der Begriff "Viren" verwendet. Und in der Praxis sind sie oft auch gar nicht leicht zu unterscheiden, da sie tatsächlich vielfältig kombiniert auftreten können. Viren, Würmer und Trojaner enthalten ein mehr oder weniger großes Schadenspotential für den befallenen Computer, Hoaxes dagegen sind eher "Scherz-Viren", obwohl es ein ziemlich schlechter Scherz ist, wenn Arbeitszeit vergeudet und Leitungskapazität in den Telefonnetzen vernichtet wird, oder wenn gar Dateien gelöscht werden, die zum Betriebssystem gehören. |
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| Viren | |||||
| Virenschutz-Programme (Virenscanner) | |||||
Die ersten Viren entstanden schon 1983 und gaben der ganzen Gruppe ihren Namen. Boot-Viren befinden sich im Bootsektor einer Diskette oder Festplatte und werden beim Hochfahren des Computers aktiviert.
Eine "nicht selbständige Programmroutine" bedeutet, dass ein Virus nicht als eigene Datei auf der Festplatte existiert, sondern sich bei einem anderen Programm "einschleichen" und dieses dadurch infizieren muss. Der Name "Virus" beruht auf der Fähigkeit der Programmroutine, sich nach einem Aufruf seines Wirtsprogrammes im Arbeitsspeicher des Computers einzunisten und von nun an auch alle weiteren ausführbaren Programme, die vom Anwender gestartet werden, anzustecken - also für seine eigene Reproduktion zu sorgen. So wie eben auch ein an Grippe erkrankter Mensch zahlreiche weitere Menschen anstecken kann. Computer-Viren richten auf dem befallenen Rechner bestimmte Schäden an, deren Ausmaß eine ungeheure Bandbreite aufweisen kann: Von harmlosen (aber mit der Zeit äußerst nervenden) Scherz-Meldungen oder den Verlust einzelner Dateien über das Nicht-mehr-Funktionieren von Programmen oder des gesamten Betriebssystems bis hin zum völligen Löschen aller Daten auf der Festplatte - alles ist möglich! Hundsgemein sind auch solche Boot-Viren, die ein Hochfahren des Computers von der Festplatte aus unmöglich machen. Die Verbreitung neuer Viren ist seit einigen Jahren stark rückläufig, an ihrer Stelle sind die Würmer und Trojaner stark im Vormarsch.
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| Würmer | |||||
Viren befallen einen Computer und auf diesem dann möglichst viele ausführbare Dateien. Würmer können gleiches Schadenspotential wie Viren beinhalten und dem Computer schweren Schaden zufügen, aber das tun mittlerweile immer weniger. Denn das würde dem Betroffenen ja sofort auffallen. Nein - der infizierte Computer soll (anscheinend) funktionieren wie immer, denn nur dann ist er für die gewünschte weitere Ausbreitung des Wurmes nützlich. |
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| Trojaner (Spyware) | |||||
| Anti-Trojaner-Programme | Nähere Informationen zu Spyware | ||||
Sie kennen sicherlich die Geschichte vom Trojanischen Pferd, mit dessen Hilfe es im 12. Jahrhundert v. Ch. den Griechen gelungen sein soll, die Stadt Troja zu erobern. Solche Trojanischen Pferde versuchen sich auch auf unseren Comptuern einzunisten; und so wie es den Griechen gelang, die Trojaner dazu zu bewegen, das Holzpferd in ihre Stadt zu bringen, muss es auch diesen Viren erst gelingen, unser Interesse zu erwecken und uns dazu zu bringen, ein kleines Programm zu installieren, einen E-Mail-Anhang zu öffnen oder einem Link in einem Mail oder auf einer Internetseite zu folgen; - und dann ist es "in unserer Stadt", das "böse Pferd", und wartet auf seine Chance, seine destruktiven Tätigkeiten in Angriff nehmen zu können! Am häufigsten fängt man sich einen (oder mehrere) Trojaner mit kleinen Gratis-Programmen ein, die man aus dem Internet heruntergeladen und auf seinem PC installiert hat. Es gibt aber auch wesentlich gerissenere Trojaner: Sie sind in Programmen versteckt, die durchaus nützliche Funktionen haben und auch einwandfrei arbeiten. Gleichzeitig werden im Hintergrund jedoch bestimmte Aktionen ausgeführt, die vom Opfer nicht erwartet, nicht gewünscht und in den meisten Fällen auch nicht bemerkt werden. Viele Trojaner werden bei jedem Systemstart mitgestartet und laufen als Prozess ständig im Hintergrund, andere wiederum warten auf den Start eines bestimmten Programmes, beispielsweise den Internet Explorer, und starten erst dann. Trojaner sind aber nicht - wie Viren und Würmer - darauf aus, sich zu verbreiten, sie sind also nicht "ansteckend". Sie machen daher auch keine Schlagzeilen auf Grund massenhafter Verbreitung. Still und leise verharren sie in einer kleinen Datei und warten auf ihre Chance oder sie gehen im Hintergrund schon ihren subversiven Tätigkeiten nach. Und sie sind ganz sicher viel weiter verbreitet, als man annimmt! Anfänglich waren die Trojaner ähnlich den Viren "nur" darum bemüht, (teils massiven) Schaden anzurichten. Mit diesen netten Pferdchen können geschickte Virenprogrammierer die befallenen Computer ausspionieren, Tätigkeiten und Surfgewohnheiten mitprotokollieren und durchgeführte Aktionen über Internet an sie übermitteln. Solcherart können natürlich auch sehr sensible Daten wie Passwörter, Kreditkarten-Nummern und ähnliches ausspioniert werden! In vielen Fällen werden die befallenen Computer auch als "Waffe" gegen missliebige Firmen benutzt: Eine besonders hinterlistige Form des Trojanischen Pferdes sind so genannte Backdoor-Trojaner. Diese richten auf dem Wirtssystem Ports (Backdoors = Hintertüren) ein, durch die ein Hacker (bei bestehender Internetverbindung) in den infizierten Computer "einbrechen" kann. Mit Hilfe von Backdoor-Trojanern kann der Hacker jederzeit auf fremde Rechner zugreifen, Dateien herunterholen oder auf dem PC speichern, Programme installieren und ausführen; er hat damit die Fernkontrolle über praktisch alle Funktionen! Häufig werden solche ferngesteuerten "Zombie-PC's" auch dazu missbraucht, Spam (= unerwünschte Werbe-Mails) zu versenden. Und zwar nicht nur an jene Mail-Empfänger, die im Adressbuch des gekaperten Computers gespeichert sind, sondern an tausende von E-Mail-Adressen, die zuvor von einem Hacker auf der Festplatte des Opfers in einer unauffälligen Datei gespeichert wurden. Aus jedem simplen Virus oder Wurm kann mit entsprechenden Zusatzprogrammen ein Trojaner werden. Eine klare Unterscheidung "Virus, Wurm oder Trojaner?" ist daher in vielen Fällen gar nicht möglich. Lesen Sie Näheres dazu in unserem Insider-Artikel 5: Spyware - Big brother is watching you... (neues Fenster)!
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